Budapest steht auf Höhlen, die nicht von Regenwasser, sondern von aufsteigendem Thermalwasser aus dem Fels gelöst wurden – über 200 sind unter der Stadt bekannt. Vier davon kann man mit Führung besuchen: die Pál-völgyi-Höhle (mit 32 km die längste Höhle Ungarns), die Szemlő-hegyi-Höhle mit ihren kugeligen Erbsensteinen, die Vár-barlang unter dem Burgviertel und – als Abenteuertour mit Overall – den Mátyás-hegyi-Abschnitt. Dazu kommen das Felsenkrankenhaus, ein Museum in einem ausgebauten Gangsystem 15 m unter dem Burgberg, und die Molnár-János-Höhle, die als einzige noch mit 20 bis 28 Grad warmem Wasser gefüllt ist und nur Tauchern offensteht.
- TicketsPál-völgyi und Szemlő-hegyi: Einzelbesucher kaufen an der Kasse, spätestens zehn Minuten vor Führungsbeginn; online verkauft der Nationalpark nur die Sonderprogramme (Fledermaus-Touren, Geschenkgutscheine).
- Preis30 € (in Forint zum MNB-Tageskurs) – Felsenkrankenhaus – Führung auf Englisch, Erwachsene 18–65 J.
- GeöffnetFelsenkrankenhaus (Sziklakórház): täglich 10–19 Uhr, Kasse und Shop bis 18 Uhr, die letzte Führung startet um 18 Uhr; geschlossen am 1.
- Beste ZeitDie Höhlen sind wetterunabhängig und ganzjährig gleich temperiert – sie sind das klassische Programm für den Regentag und für die Mittagshitze im Juli und August, wenn oben 35 Grad herrschen und unten 11.
- PlatzangstDer Labirintus-Rundgang endet in einem völlig unbeleuchteten Gang, durch den man sich an einer Schnur entlangtastet – das ist für Menschen mit Platzangst nichts.
Budapests Untergrund im Vergleich: Höhlen, Bunker, Keller
Felsenkrankenhaus und Atombunker (Sziklakórház)
Museum in einem 2.370 m² großen, 10 bis 15 m tief liegenden Gangsystem unter dem Burgberg: ab 1939 in vorhandene Keller und Hohlräume gebaut, im Februar 1944 als chirurgisches Notkrankenhaus eröffnet, während der Belagerung von Budapest mit 650 bis 700 Verwundeten überfüllt, später zum Atombunker erweitert und bis 2002 geheim.
Striktes Foto-, Video- und Tonaufnahmeverbot im ganzen Museum. Ungarns größte Wachsfigurenausstellung zeigt Operationssäle, Krankensäle und die Dekontaminationsschleuse; im Maschinenteil laufen zwei Dieselaggregate. Die Wände des Bunkerteils sind einen Meter dick, Handyempfang gibt es nicht. Die Stiftung arbeitet ohne staatliches Geld, bargeldlos, Audioguide auf Deutsch inklusive. Täglich um 14 Uhr gibt es eine längere 90-Minuten-Führung auf Ungarisch.
Führung auf Englisch 30 €, auf Ungarisch 9.500 Ft (rund 26 €); Kinder 6–18 J. 15 € bzw. 4.800 Ft (Stand 09/2026)
Vár-barlang (Burgberghöhle des Nationalparks)
Über 3 km langes Höhlen- und Kellersystem unter dem Burgviertel, vom Nationalpark Duna-Ipoly geführt: Dutzende natürliche Räume und Gänge, darunter Abschnitte, die bisher gesperrt waren. Thema ist, wie aus Thermalwasserhöhlen labyrinthartige Keller wurden – Weinkeller, Gefängnis, Luftschutzraum, zeitweise sogar Partykeller.
Leichter Spaziergang ohne Steigung, wenige Stufen, fester Boden, durchgehend beleuchtet, 12 °C. Unterwegs kommt man an der Fundstelle eines Mammutzahns vorbei. Fotografieren nur, wenn alle Teilnehmer und der Guide schriftlich zustimmen. Nicht barrierefrei, keine Kinderwagen, keine Hunde.
Ganze Tour 5.400 Ft (rund 15 €), Kurztour 3.900 Ft (rund 11 €), Extratour 6.500 Ft (rund 18 €); auf Englisch 7.500 bzw. 6.200 Ft (Stand 09/2026)
Labirintus (Úri utca 9)
Privat betriebener Rundgang durch mittelalterliche Keller und natürliche Hohlräume unter dem Burgviertel, mit Gipsabgüssen ungarischer Könige, gotischen und türkischen Steindenkmälern und einer Fotoausstellung über Höhlen der Welt. Höhepunkt ist ein völlig dunkler Gang, durch den man sich an einer Schnur tastet.
16–18 °C bei 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, Straßenkleidung reicht. Man läuft ohne Guide, Pfeile weisen den Weg. Der Betreiber vermarktet die Anlage als Haftort von Vlad Țepeș – dafür gibt es keinen Beleg. Die Anlage war 2011 nach einem behördlichen Eingriff geschlossen und wechselte danach den Betreiber; vor dem Besuch lohnt ein Blick auf labirintus.eu.
Erwachsene 2.500 Ft (rund 7 €), ermäßigt 2.000 Ft, Kinder bis 12 J. 600 Ft, Familie 5.000 Ft; Führung nach Voranmeldung 5.500 Ft (Stand 09/2026)
Pál-völgyi-Höhle (Pál-völgyi-barlang)
Mit dem Mátyás-hegyi-Abschnitt und der Hideg-lyuk–Harcsaszájú-Höhle zusammen rund 32 km lang – die längste Höhle Ungarns, länger als die Baradla-Höhle in Aggtelek. Ausgebaut sind 500 m: hohe Spaltengänge, kugelige Auflösungsformen aus der Thermalwasserzeit, Tropfsteine, Kalzitkristalle und Muschelabdrücke.
Über 400 Stufen und eine 7 m hohe, mit Geländer gesicherte Hühnerleiter – deshalb erst ab 5 Jahren und 115 cm Körpergröße. Ganzjährig 11 °C. Das Besucherzentrum im ehemaligen Bergwächterhaus (seit 2022) zeigt eine interaktive Ausstellung zu Geologie und Fledermäusen. Entdeckt wurde die Höhle 1904 in einem Steinbruch, seit 1919 ist sie mit Unterbrechungen befahrbar.
Grundticket 3.900 Ft (rund 11 €), ermäßigt 2.800 Ft; Kombiticket mit Szemlő-hegy 5.900 Ft (Stand 09/2026)
Szemlő-hegyi-Höhle (Szemlő-hegyi-barlang)
2.230 m lange Thermalwasserhöhle, deren Wände von kugeligen Erbsensteinen und Gipskrusten überzogen sind – daher der Beiname „Blumengarten unter der Erde“. 250 m sind mit Beton, Treppen und elektrischem Licht ausgebaut; ein knapp 50 m tiefer Schacht gibt den Blick in die Tiefe frei.
Die einzige Höhle Budapests, die mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar ist – Rampe, Treppenlift, barrierefreies WC, Leitstreifen und Hörtafeln; im Höhlenteil liegen bis zu 15 Grad steile Rampen, eine Begleitperson ist dringend empfohlen. Ganzjährig 12 °C bei nahezu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und staubfreier Luft; 1991 wurde die Höhle offiziell zur Heilhöhle erklärt, im Riesengang wird Atemwegstherapie angeboten. Fledermäuse gibt es nicht, weil ein natürlicher Eingang fehlt. Für Kinder gibt es eine eigene Märchenführung und darüber einen Spielplatz mit geologischem Lehrpfad.
Grundtour 3.900 Ft (rund 11 €), ermäßigt 2.800 Ft; Kombiticket mit Pál-völgy 5.900 Ft (Stand 09/2026)
Mátyás-hegyi-Höhle – Abenteuertouren mit Overall
Nicht ausgebauter Abschnitt desselben Höhlensystems: Hier gibt es keine Wege, kein Licht und kein Geländer. Man kriecht, klettert und robbt in Overall, Helm und mit Stirnlampe durch die Gänge – Vorkenntnisse braucht es nicht, sportliche Einstellung schon.
Overall, Helm und Lampe sind im Preis enthalten, ebenso der Höhleneintritt und die Führung. Untergrenze ist das Schulalter, für die Extremtour das vollendete 14. Lebensjahr. Es gibt auch Schulprogramme („unterirdischer Erdkundeunterricht“) und Geburtstags-Schatzsuchen für Kinder.
Grundtour 14.700 Ft (rund 40 €), unter 14 J. 9.000 Ft; Extremtour oder Teambuilding 19.900 Ft (rund 55 €) (Stand 09/2026)
Molnár-János-Höhle (nur für Taucher)
Vollständig mit Thermalwasser gefüllte Höhle am Fuß des Rózsadomb, direkt neben dem Lukács-Bad: rund 5,5 km erforschte Gänge, bis 100 m tief, mit einer Halle von etwa 86 × 27 × 15 m. Das Wasser speist die Heilquellen des Bades.
Das Wasser ist ganzjährig 20 bis 28 °C warm und schichtet sich: oben das warme Thermalwasser, tiefer kühleres Karstwasser aus dem Budaer Gebirge. Der Höhlensee wurde erst 2008 entdeckt. Dies ist der einzige Ort in Budapest, an dem man die thermale Entstehung der Höhlen noch live sieht – aber eben nur im Tauchanzug.
keine Eintrittspreise für Besucher – Tauchgänge nur über das lizenzierte Tauchzentrum, Preisliste auf Anfrage
Höhlenkirche am Gellértberg (Sziklatemplom)
Kirche und Kloster der Pauliner in einer natürlichen Höhle am Donauufer, 1926 eingeweiht und nach dem Lourdes-Vorbild ausgebaut. 1951 verboten, in den 1960er-Jahren mit einer 2 m dicken Betonwand zugemauert und erst 1989/90 wieder geöffnet.
Das Ticket enthält ein Audioguide-Gerät in acht Sprachen, darunter Deutsch, und zwei Filmvorführungen zu Beginn. Zu sehen sind die Lourdes-Madonna, Holzschnitzereien eines siebenbürgisch-kalifornischen Bildhauers und eine kleine Sammlung russischer Metallikonen. Innen ist es mit rund 20 °C spürbar wärmer als in den Schauhöhlen.
Erwachsene 1.400 Ft (rund 3,80 €), Rentner und Studierende 1.200 Ft, Gruppen ab 20 Personen 1.000 Ft; unter 10 Jahren frei (Stand 09/2026)
Kőbánya-Keller (Kőbányai pincerendszer)
Ehemaliger Kalksteinbruch unter dem X. Bezirk auf der Pest-Seite: 32 bis 33 km Gänge auf rund 180.000 m², 4 bis 10 m breit und hoch, meist 10 bis 15 m unter der Oberfläche, stellenweise 30 m. Nach dem Ende des Abbaus nutzte sie die Brauerdynastie Dreher als Bierkeller; 1944 baute man hier Flugzeugmotoren, später wuchsen Champignons darin.
Konstant 8 bis 10 °C bei feuchter Luft und nassem Boden – warme Kleidung und geschlossene Schuhe sind Pflicht. Erste Erwähnung des Steinabbaus 1244 in einer Urkunde Bélas IV.; ab 1844 entstand die erste Brauerei, 1862 übernahm Antal Dreher. Heute gehören rund 147.000 m² dem Bezirk und etwa 33.000 m² der Brauerei.
an den Öffnungsterminen frei, Anmeldung empfohlen
Tickets und Preise
Pál-völgyi und Szemlő-hegyi: Einzelbesucher kaufen an der Kasse, spätestens zehn Minuten vor Führungsbeginn; online verkauft der Nationalpark nur die Sonderprogramme (Fledermaus-Touren, Geschenkgutscheine). Vár-barlang: für Einzelbesucher ausschließlich online buchbar, Gruppen ab 15 Personen per E-Mail; wer zu spät kommt, wird nicht mehr eingelassen, und das Geld gibt es nicht zurück. Felsenkrankenhaus: Kapazität ist begrenzt, der Betreiber empfiehlt den Online-Kauf; Gruppen ab 15 Personen müssen sich anmelden. Labirintus: kein Vorverkauf nötig, man geht hinein und läuft los. Abenteuertouren im Mátyás-hegyi-Abschnitt: nur nach Voranmeldung bei Barlangászat.hu.
Offizielle Preise
- Felsenkrankenhaus – Führung auf Englisch, Erwachsene 18–65 J.30 € (in Forint zum MNB-Tageskurs)
- Felsenkrankenhaus – Führung auf Ungarisch, Erwachsene 18–65 J. (Audioguide auf Deutsch inklusive)9.500 Ft (rund 26 €)
- Felsenkrankenhaus – Senioren ab 65 und Studierende 19–26 J. mit ISIC22 € (englisch) bzw. 7.000 Ft (rund 19 €, ungarisch)
- Felsenkrankenhaus – Kinder und Jugendliche 6–18 J.15 € (englisch) bzw. 4.800 Ft (rund 13 €, ungarisch)
- Pál-völgyi-Höhle – Grundticket (Führung und Ausstellung), voll / ermäßigt3.900 Ft / 2.800 Ft (rund 11 € / 7,70 €)
- Szemlő-hegyi-Höhle – Grundtour rund 40 Min., voll / ermäßigt3.900 Ft / 2.800 Ft (rund 11 € / 7,70 €)
- Kombiticket für beide Höhlen (ein Jahr gültig), voll / ermäßigt5.900 Ft / 4.700 Ft (rund 16 € / 13 €)
- Pál-völgyi oder Szemlő-hegyi – Fachführung 1,5 Std., ab 10 Personen mit Anmeldung6.400 Ft / 5.200 Ft (rund 17,50 € / 14 €)
- Pál-völgyi – Fledermaus-Tour mit Vortrag, 2,5–3 Std. (online)5.200 Ft / 4.200 Ft (rund 14 € / 11,50 €)
- Vár-barlang – ganze Führung 1,5 Std. auf Ungarisch, voll / ermäßigt5.400 Ft / 4.000 Ft (rund 15 € / 11 €)
- Vár-barlang – kurze Durchgangstour 35–40 Min. auf Ungarisch, voll / ermäßigt3.900 Ft / 2.900 Ft (rund 11 € / 8 €)
- Vár-barlang – Führung auf Englisch, 1,5 Std. bzw. kurz7.500 Ft bzw. 6.200 Ft (rund 20,50 € / 17 €)
- Vár-barlang – Extratour 2,5–3 Std., voll / ermäßigt6.500 Ft / 5.300 Ft (rund 18 € / 14,50 €)
- Labirintus (Úri utca 9) – Erwachsene2.500 Ft (rund 7 €)
- Labirintus – Studierende, Rentner, Lehrkräfte / Kinder bis 12 J.2.000 Ft / 600 Ft (rund 5,50 € / 1,65 €)
- Labirintus – Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder unter 12) / Führung nach Voranmeldung5.000 Ft / 5.500 Ft (rund 14 € / 15 €)
- Mátyás-hegyi-Höhle – Abenteuertour mit Overall, Erwachsene / unter 14 J.14.700 Ft / 9.000 Ft (rund 40 € / 25 €)
- Mátyás-hegyi-Höhle – Extremtour oder Teambuilding, je 3–3,5 Std.19.900 Ft (rund 55 €)
- Höhlenkirche am Gellértberg – Erwachsene / Rentner und Studierende / Gruppe ab 20 Personen; unter 10 J. frei1.400 Ft / 1.200 Ft / 1.000 Ft (rund 3,80 € / 3,30 € / 2,75 €)
- Kőbánya-Keller an den Tagen des kulturellen Erbesfrei, Anmeldung empfohlen
Stand 09/2026 · Quelle und Direktbuchung: sziklakorhaz.eu/de
Wenn alles ausgebucht ist
Engpass sind die Gruppengrößen: Pál-völgyi maximal 35 Personen pro Führung, Vár-barlang und Felsenkrankenhaus je 25. Ist eine Höhlenführung voll, bekommt man ein Ticket für die nächste Stunde. Kritisch ist die Vár-barlang: Es gibt keine regelmäßigen Termine, im Herbst 2026 nur rund sechs Führungen in sechs Wochen.
Tickets und Untergrund-Touren in Budapest
Bei den beiden Schauhöhlen spart ein Wiederverkäufer nichts: Der Nationalpark verkauft nur an der Kasse, und man rückt notfalls eine Führung weiter. Lohnend ist er dort, wo der Betreiber selbst nicht auf Deutsch oder Englisch verkauft – für englische Führungen in der Vár-barlang vermittelt der Nationalpark sogar selbst an GetYourGuide – und beim Felsenkrankenhaus mit begrenzter Kapazität; bei Höhlentouren immer prüfen, ob der Eintritt im Preis steckt.
Budapest: Höhlentour durch die Budaer Burg
Budapest: Abenteuerliche Höhlentour mit Guide
Budapest: Semlő-hegyi & Pál-völgyi Höhlen Geführte Tour zu Fuß
Budapest: Die Belagerung der Budaer Burg im Zweiten Weltkrieg und die Tour durch die Bombenbunker
Buchung über GetYourGuide (Partnerlink, Werbung). Meist kostenlos stornierbar bis 24 Stunden vorher. Preise Stand 20.09.2026.
Öffnungszeiten und beste Zeit
Felsenkrankenhaus (Sziklakórház): täglich 10–19 Uhr, Kasse und Shop bis 18 Uhr, die letzte Führung startet um 18 Uhr; geschlossen am 1. Januar, 1. November, 24., 25. und 31. Dezember. Pál-völgyi-Höhle: täglich außer montags, Führungen stündlich jeweils 15 Minuten nach der vollen Stunde, erste 10:15, letzte 16:15 Uhr; Ticketkauf spätestens 10 Minuten vor Beginn; geschlossen 24.–26. und 31. Dezember sowie 1. Januar. Szemlő-hegyi-Höhle: täglich außer dienstags, Führungen stündlich 10–16 Uhr, geschlossen an denselben Feiertagen. Achtung: Die beiden Höhlen haben verschiedene Ruhetage – montags fährt man nach Szemlő-hegy, dienstags nach Pál-völgy. Vár-barlang (Burgberghöhle): kein Regelbetrieb, nur einzelne angekündigte Führungen, im Herbst 2026 etwa an sechs Terminen in sechs Wochen, meist vormittags oder nachmittags an Wochenenden; Termine und Tickets ausschließlich online. Labirintus (Úri utca 9): täglich 11–18 Uhr, der Betreiber weist darauf hin, dass die Zeiten nur zur Orientierung dienen. Höhlenkirche am Gellértberg: Montag bis Samstag 9:30–19:30 Uhr, sonntags für Besucher geschlossen; während der Messe um 17 Uhr kein Tourismusbetrieb. Mátyás-hegyi-Abenteuertouren: ganzjährig, aber nur nach Voranmeldung. Kőbánya-Keller: kein regulärer Besuchsbetrieb, offen nur an einzelnen Tagen im Jahr (Szent-László-Tage im Juni, Tage des kulturellen Erbes im September, gelegentliche Festivals).
Wann es am ruhigsten ist
Die Höhlen sind wetterunabhängig und ganzjährig gleich temperiert – sie sind das klassische Programm für den Regentag und für die Mittagshitze im Juli und August, wenn oben 35 Grad herrschen und unten 11. Wichtig ist der Wochentag: Pál-völgyi hat montags zu, Szemlő-hegyi dienstags. Wer beide sehen will, plant also einen Tag von Mittwoch bis Sonntag ein. Die Vár-barlang bestimmt den Reisetag mit: Prüfen Sie die Termine, bevor Sie den Burgberg-Tag festlegen. Für die erste Pál-völgyi-Führung um 10:15 Uhr ist man meist allein unterwegs, die Nachmittagstermine sind voller. Das Felsenkrankenhaus ist vormittags ruhiger; die letzte Führung um 18 Uhr ist eine gute Ausweichzeit, wenn die Burgbergmuseen schließen.
Für wen geeignet?
Mit Kindern
Pál-völgyi-Höhle: erst ab 5 Jahren und 115 cm Körpergröße – wegen über 400 Stufen und einer 7 m hohen Leiter. Szemlő-hegyi-Höhle: keine Altersgrenze, der ausgebaute Weg ist auch mit Kinderwagen befahrbar; für Kinder gibt es eine eigene Märchenführung und einen Spielplatz im Park darüber. Vár-barlang: kurze Durchgangstour ab 5, die ganze Tour empfiehlt der Nationalpark ab 12 Jahren. Felsenkrankenhaus: unter 6 Jahren nicht erlaubt, unter 12 nicht empfohlen (Wachsfiguren mit Kriegsverletzungen), 6- bis 12-Jährige nur in Begleitung. Abenteuertouren: ab Schulalter, Extremtour ab 14.
Mindestalter
Felsenkrankenhaus ab 6 Jahren (Pflicht), Pál-völgyi ab 5 Jahren und 115 cm, Vár-barlang-Kurztour ab 5, Extremtour im Mátyás-hegyi-Abschnitt ab 14. Tauchen in der Molnár-János-Höhle setzt mindestens ein Advanced-Open-Water-Brevet und Erfahrung voraus.
Rollstuhl
Nur die Szemlő-hegyi-Höhle ist barrierefrei ausgebaut: Rampe mit Gegensprechanlage, Treppenlift, barrierefreies WC, Leitstreifen und Hörtafeln für Blinde und Sehbehinderte. Im Höhlenteil liegen Rampen mit bis zu 15 Grad, der Nationalpark empfiehlt deshalb dringend eine Begleitperson. Die Pál-völgyi-Höhle ist für Gehbehinderte nicht geeignet, der Nationalpark verweist ausdrücklich auf Szemlő-hegy. Im Felsenkrankenhaus ist der Krankenhausteil befahrbar, der Maschinenteil wegen Treppen und Engstellen nicht – etwa ein Viertel der Ausstellung fällt dann weg. Die Vár-barlang ist trotz ebener Wege nicht barrierefrei.
Kinderwagen
Szemlő-hegyi ja, Pál-völgyi nein, Vár-barlang nein (ausdrücklich nicht mit Kinderwagen), Labirintus nein (Treppen, unebener und feuchter Boden).
Hunde
In allen vier Nationalparkhöhlen ausdrücklich verboten, auch in der Szemlő-hegyi-Höhle und der Vár-barlang.
Platzangst
Der Labirintus-Rundgang endet in einem völlig unbeleuchteten Gang, durch den man sich an einer Schnur entlangtastet – das ist für Menschen mit Platzangst nichts. Das Felsenkrankenhaus liegt hinter meterdicken Betonwänden, Handyempfang gibt es unten nicht. Die Abenteuertouren im Mátyás-hegyi-Abschnitt führen durch Engstellen, die man kriechend nimmt. Harmlos sind dagegen Szemlő-hegy (breiter, beleuchteter Weg) und die Vár-barlang (ebene, durchgehend beleuchtete Gänge).
Kleidung
Pál-völgyi 11 °C, Szemlő-hegyi und Vár-barlang je 12 °C – auch im Hochsommer Jacke und feste Schuhe, der Nationalpark empfiehlt Wanderschuhe. Im Labirintus reicht Straßenkleidung (16–18 °C), allerdings bei 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Im Felsenkrankenhaus sind es 15–18 °C. Im Kőbánya-Keller 8–12 °C bei nassem Boden. Für die Overall-Touren stellt der Veranstalter Overall, Helm und Stirnlampe; darunter zieht man Sachen an, die schmutzig werden dürfen.
Fotografieren
Im Felsenkrankenhaus ist Fotografieren, Filmen und Tonaufnehmen komplett verboten, Fototickets werden nicht verkauft – das ist die strengste Regel der Stadt und der häufigste Ärger vor Ort. In der Vár-barlang darf nur fotografiert werden, wenn alle Teilnehmer und der Guide schriftlich zustimmen; praktisch heißt das: nein. In den beiden Schauhöhlen und im Labirintus sind private Aufnahmen üblich.
Anreise
Mit Bus und Bahn
Burgberg (Felsenkrankenhaus, Vár-barlang, Labirintus): Bus 16 vom Deák Ferenc tér oder Bus 16A und 116 vom Széll Kálmán tér aufs Burgviertel; von der Kettenbrücke fährt die Standseilbahn Sikló hinauf. Pál-völgyi-Höhle: Bus 65 ab Kolosy tér bis zur Haltestelle „Pál-völgyi-cseppkőbarlang“, die Kasse liegt im Besucherzentrum gegenüber dem Höhleneingang. Szemlő-hegyi-Höhle: Bus 29 ab Szentlélek tér (Árpád híd) bis zur Höhle, dann 100 m bergab zum Empfangsgebäude. Höhlenkirche: Metro M4 Szent Gellért tér, direkt am Fuß des Gellértbergs neben dem Gellért-Bad. Molnár-János-Höhle: Frankel Leó utca 48, neben dem Lukács-Bad. Kőbánya-Keller: Bánya utca 37 im X. Bezirk, nur an den Öffnungsterminen.
Mit dem Auto
Im Burgviertel ist Autofahren sinnlos und teuer; der Labirintus-Betreiber nennt als nächste Möglichkeit die Lovas út, eine Einbahnstraße, die von der Palota út abgeht. An der Pál-völgyi-Höhle gibt es einen ehemaligen Steinbruch mit Grünfläche und Platz zum Halten, an der Szemlő-hegyi-Höhle Straßenparkplätze im Villenviertel.
Ab der nächsten Stadt
Alles liegt innerhalb der Stadt. Vom Burgberg zu den beiden Schauhöhlen im Rózsadomb sind es rund 5 km; Pál-völgyi und Szemlő-hegyi liegen nur etwa 1,2 km auseinander und lassen sich zu Fuß oder in wenigen Minuten mit dem Bus verbinden – dafür gibt es das Kombiticket. Der Kőbánya-Keller liegt als einziger Ort auf der Pest-Seite, rund 8 km vom Burgberg.
Tipps für den Besuch
- Ruhetage merken: Pál-völgyi hat montags zu, Szemlő-hegyi dienstags. Wer beide sehen will, braucht einen Tag von Mittwoch bis Sonntag – mit dem Kombiticket für 5.900 Ft, das ein Jahr lang gültig ist.
- Die Audioguide-App des Nationalparks (Deutsch inklusive) vorher zu Hause oder im Hotel-WLAN herunterladen. In der Höhle gibt es keinen Empfang, und die Führung selbst läuft auf Ungarisch.
- Im Felsenkrankenhaus die ungarische Führung buchen: Sie kostet 9.500 Ft statt 30 €, und die deutsche Fassung hört man ohnehin über das Audioguide-Gerät, das kostenlos ausgegeben wird.
- Kamera und Handy im Felsenkrankenhaus gleich weglegen – Fotografieren, Filmen und Tonaufnahmen sind vollständig verboten, Fototickets werden nicht verkauft.
- Für die Vár-barlang zuerst die Termine prüfen und online buchen, dann den Burgberg-Tag planen. Es gibt keinen Regelbetrieb, und wer zu spät zum Treffpunkt an der Dreifaltigkeitssäule kommt, verliert Platz und Geld.
- Auch im August eine Jacke einpacken: In der Pál-völgyi-Höhle hat es 11 °C, in Szemlő-hegy und der Vár-barlang 12 °C. Feste Schuhe sind in Pál-völgy wegen der über 400 Stufen und der 7-Meter-Leiter Pflicht.
- Mit kleinen Kindern, Kinderwagen oder Rollstuhl direkt nach Szemlő-hegy fahren – Pál-völgy lässt niemanden unter 5 Jahren und unter 115 cm hinein und verweist selbst auf die Nachbarhöhle.
- Im Burgviertel Bargeld in Forint dabeihaben: Das Felsenkrankenhaus nimmt an den Automaten nur Karten, das Labirintus wird in englischsprachigen Reiseberichten als Barzahler geführt.
- Der billigste und wärmste Untergrund der Stadt ist die Höhlenkirche am Gellértberg für 1.400 Ft – aber sonntags ist sie für Besucher zu, und um 17 Uhr unterbricht die Messe den Betrieb.
Was oft falsch im Netz steht
Vlad Țepeș war ab 1462 Gefangener von Matthias Corvinus, überliefert sind Visegrád und die Doppelstadt Buda-Pest als Haftorte. Dass er in den Hohlräumen unter dem Burgberg saß, ist durch keine Quelle belegt; auch der englischsprachige Reiseführer Hungary Unlocked ordnet die Kammer als Inszenierung mit Nebelmaschine ein.
Der Betreiber in der Úri utca 9 verlangt Stand 09/2026 2.500 Ft für Erwachsene und öffnet 11 bis 18 Uhr. Auch die Umrechnung stimmt nicht – 1.500 Ft sind beim EZB-Kurs vom 18.09.2026 rund 4,10 €, nicht 6 €.
Die Nationalparkdirektion Duna-Ipoly gibt für das Pál-völgyi-Mátyás-hegyi-System heute rund 32 km an und nennt es ausdrücklich die längste Höhle Ungarns – länger als die Baradla-Höhle in Aggtelek.
Nach der Betreiberseite starten die Führungen jeweils 15 Minuten nach der vollen Stunde, die erste um 10:15 und die letzte um 16:15 Uhr; das Ticket muss spätestens zehn Minuten vorher gekauft sein.
Die Stiftung verlangt Stand 09/2026 9.500 Ft für die ungarische und 30 € für die englische Führung; geöffnet ist 10 bis 19 Uhr, die letzte Führung beginnt um 18 Uhr.
Die Nationalparkdirektion nennt für die Vár-barlang ein über 3 km langes System, die ungarische Wikipedia 3,3 km. Und das Felsenkrankenhaus selbst ist keine Höhle, sondern ein ab 1939 gemauertes und betoniertes Gangsystem von 2.370 m², dessen Bunkerteil einen Meter dicke Wände hat.
Nach dem aktuellen Forschungsstand sind rund 5,5 km vermessen, die tiefsten Punkte liegen bei 100 m; die größte Halle misst etwa 86 mal 27 Meter.
Die Vár-barlang gehört der Nationalparkdirektion Duna-Ipoly und wird mit öffentlich buchbaren Führungen gezeigt; das Felsenkrankenhaus ist seit 2002 nicht mehr geheim und seit 2008 Museum.
Geschichte in Kürze
- Die Höhlen unter Buda sind nicht von versickerndem Regenwasser entstanden, sondern von warmem Wasser, das aus der Tiefe aufstieg und den Kalkstein von unten auflöste – daher die kugeligen Hohlformen, die Gipskrusten und die Erbsensteine, die man in normalen Karsthöhlen nicht findet.
- 1244 erwähnt eine Urkunde König Bélas IV. den Steinabbau in Kőbánya; aus dem sarmatischen Kalkstein dieses Bruchs wurden später große Bauten in Pest errichtet.
- Ab dem Mittelalter verbanden die Bewohner des Burgviertels die natürlichen Hohlräume unter ihren Häusern zu Kellern und Gängen – genutzt als Weinkeller, Vorratsraum, Gefängnis und Zufluchtsort.
- 1904 stoßen Arbeiter in einem Steinbruch an der Szépvölgyi út auf die Pál-völgyi-Höhle; ein paar hundert Meter werden bald erschlossen, seit 1919 ist sie mit Unterbrechungen für Besucher offen.
- 1930 wird bei Steinbrucharbeiten die Szemlő-hegyi-Höhle angefahren; 1982 wird sie als besonders geschützte Höhle eingestuft, 1991 offiziell zur Heilhöhle erklärt.
- Ab 1939 baut die Stadt unter dem Burgberg ein chirurgisches Notkrankenhaus in das vorhandene Gang- und Kellersystem; im Februar 1944 wird es eröffnet, und bei der Belagerung von Budapest 1944/45 liegen in den für 60 Betten gedachten Räumen 650 bis 700 Verwundete.
- 1944 verlagert das Weiss-Manfréd-Werk wegen der Bombenangriffe Teile der Flugzeugmotorenfertigung in den Kőbánya-Keller; dort entstehen Motoren für die deutsche Luftwaffe, während die Gänge zugleich als Luftschutzraum dienen.
- 1958 bis 1962 wird das Felsenkrankenhaus unter dem Decknamen LOSK 0101/1 zum Atomschutzbunker ausgebaut – mit Luft- und Wasseraufbereitung, zwei Dieselaggregaten und eigener Donauwasserleitung. Die Anlage bleibt bis 2002 geheim und öffnet 2008 als Museum.
- 2008 entdecken Taucher in der Molnár-János-Höhle einen bis dahin unbekannten Höhlensee; die erforschte Länge liegt heute bei rund 5,5 km, die tiefsten Punkte bei 100 m.
- 2011 wird der damalige Labyrinth-Betreiber im Burgviertel von der Umweltbehörde mit Polizeihilfe aus der Anlage gesetzt – Vorwurf: Schäden am geschützten Naturdenkmal. Danach wechselt der Betrieb; heute führt der Nationalpark die Vár-barlang, während in der Úri utca 9 ein privates Labirintus arbeitet.
Häufige Fragen
Welche Höhle in Budapest soll ich nehmen – Pál-völgyi oder Szemlő-hegyi?
Die Pál-völgyi-Höhle ist die sportlichere: eine Stunde, über 400 Stufen, eine 7-Meter-Leiter, Tropfsteine und hohe Spaltengänge, erst ab 5 Jahren und 115 cm. Die Szemlő-hegyi-Höhle dauert 40 Minuten, ist barrierefrei ausgebaut und zeigt statt Tropfsteinen kugelige Erbsensteine und Gipskrusten. Beide kosten 3.900 Ft; wer beide will, nimmt das Kombiticket für 5.900 Ft, das ein Jahr gültig ist.
Muss ich Tickets für die Budapester Höhlen vorher buchen?
Für Pál-völgyi und Szemlő-hegyi nicht: Man kauft an der Kasse, spätestens zehn Minuten vor Führungsbeginn, und rückt bei vollen Gruppen einfach eine Stunde weiter. Pflicht ist die Onlinebuchung dagegen bei der Vár-barlang, weil es dort keinen Regelbetrieb gibt. Fürs Felsenkrankenhaus empfiehlt der Betreiber wegen begrenzter Kapazität den Onlinekauf.
Gibt es Führungen auf Deutsch?
Im Regelbetrieb nicht. Geführt wird auf Ungarisch, im Felsenkrankenhaus und in der Vár-barlang zusätzlich auf Englisch. Deutsch läuft überall über Audioguides: In den beiden Schauhöhlen als kostenlose App in acht Sprachen, im Felsenkrankenhaus als Gerät in neun Sprachen, in der Höhlenkirche als Gerät in acht Sprachen. Die App der Höhlen lädt man besser vorher herunter – unten gibt es keinen Empfang.
Was kostet das Felsenkrankenhaus in Budapest?
Stand September 2026 kostet die englischsprachige Führung 30 € und die ungarischsprachige 9.500 Ft (rund 26 €). Kinder von 6 bis 18 Jahren zahlen 15 € beziehungsweise 4.800 Ft, Senioren ab 65 und Studierende mit ISIC 22 € beziehungsweise 7.000 Ft. Mit der Budapest Card gibt es 10 Prozent Nachlass. Bezahlt wird bargeldlos.
Darf man im Felsenkrankenhaus fotografieren?
Nein. Foto-, Video- und Tonaufnahmen sind im gesamten Museum verboten, und es werden auch keine Fototickets verkauft. Der Betreiber begründet das mit Sicherheit und Gruppenführung. Auch in der Vár-barlang darf man nur fotografieren, wenn alle Teilnehmer und der Guide schriftlich zustimmen.
Ab welchem Alter dürfen Kinder in die Pál-völgyi-Höhle?
Ab 5 Jahren und 115 cm Körpergröße – wegen der über 400 Stufen und der 7 Meter hohen Leiter mit Geländer. Jüngere Kinder und Familien mit Kinderwagen schickt der Nationalpark selbst zur Szemlő-hegyi-Höhle, die mit Kinderwagen und Rollstuhl befahrbar ist und eine eigene Märchenführung für Kinder anbietet.
Wie komme ich zu den beiden Höhlen im Rózsadomb?
Zur Pál-völgyi-Höhle fährt Bus 65 ab Kolosy tér bis zur Haltestelle „Pál-völgyi-cseppkőbarlang“; die Kasse ist im Besucherzentrum gegenüber dem Eingang. Zur Szemlő-hegyi-Höhle fährt Bus 29 ab Szentlélek tér (Árpád híd) bis vor die Höhle, von dort sind es 100 m bergab. Beide Höhlen liegen nur gut einen Kilometer auseinander.
Was muss ich für einen Höhlenbesuch in Budapest anziehen?
In der Pál-völgyi-Höhle hat es ganzjährig 11 °C, in der Szemlő-hegyi-Höhle und der Vár-barlang 12 °C – also auch im Hochsommer eine Jacke. Der Nationalpark empfiehlt bequeme Wanderschuhe. Im Labirintus (16–18 °C) und im Felsenkrankenhaus (15–18 °C) reicht Straßenkleidung. Für die Overall-Touren stellt der Veranstalter Overall, Helm und Stirnlampe.
Ist das Labyrinth unter dem Burgberg 2026 geöffnet, und was kostet es?
Ja. In der Úri utca 9 betreibt ein privates Unternehmen das Labirintus, täglich 11 bis 18 Uhr, Erwachsene 2.500 Ft, Kinder bis 12 Jahre 600 Ft. Der Rundgang dauert etwa eine halbe Stunde und läuft ohne Führung, Pfeile weisen den Weg. Der Betreiber weist selbst darauf hin, dass sich die Öffnungszeiten kurzfristig ändern können – am Morgen des Besuchstags kurz auf labirintus.eu schauen.
Was ist der Unterschied zwischen Labirintus und Vár-barlang?
Zwei verschiedene Betriebe im selben Burgberg. Das Labirintus in der Úri utca 9 ist privat, immer offen und eine Ausstellung mit Königsbüsten und einem dunklen Gang, die man allein durchläuft. Die Vár-barlang ist die Höhle der Nationalparkdirektion mit Eingang in der Dárda utca 2: nur mit Ranger, nur an einzelnen angekündigten Terminen, dafür geologisch und historisch erklärt. Wer Höhle will, nimmt die Vár-barlang; wer Spaß und Spontaneität will, das Labirintus.
Kann man die Molnár-János-Höhle besichtigen?
Nur tauchend. Die Höhle ist vollständig mit 20 bis 28 °C warmem Thermalwasser gefüllt, es gibt keinen begehbaren Teil und kein Besucherprogramm. Tauchgänge laufen über das einzige lizenzierte Tauchzentrum an der Frankel Leó utca und setzen mindestens ein Advanced-Open-Water-Brevet, Erfahrung und eine Anmeldung weit im Voraus voraus.
Gibt es in Budapest Höhlentouren mit Overall zum Kriechen?
Ja, im nicht ausgebauten Mátyás-hegyi-Abschnitt desselben Höhlensystems. Die Grundtour dauert rund drei Stunden und kostet 14.700 Ft für Erwachsene und 9.000 Ft für Kinder unter 14; Extremtour und Teambuilding kosten 19.900 Ft. Overall, Helm, Stirnlampe, Eintritt und Führung sind enthalten, Vorkenntnisse braucht man nicht. Anmeldung ist Pflicht, die Extremtour erst ab 14 Jahren.
Kann man den Kőbánya-Keller unter Pest besichtigen?
Nur an wenigen Tagen im Jahr. Das 32 bis 33 km lange Steinbruch- und Bierkellersystem an der Bánya utca 37 hat keinen regulären Besuchsbetrieb; geführt wird bei den Szent-László-Tagen im Juni, an den Tagen des kulturellen Erbes im September und gelegentlich bei Festivals. Die Führung dauert 40 bis 50 Minuten, unten hat es 8 bis 10 °C bei nassem Boden.
Lohnt sich der Budapester Untergrund überhaupt?
Wenn Sie drei Tage in der Stadt sind: ja, aber nicht alles. Das Felsenkrankenhaus ist der Ort mit dem stärksten Eindruck, die Pál-völgyi-Höhle die einzige richtige Tropfsteinhöhle, und beide zusammen kosten weniger als ein Abend im Ruinenpub. Das Labirintus ist eher Unterhaltung als Information. Die Höhlenkirche kostet 1.400 Ft und dauert eine halbe Stunde – die nimmt man beim Gellért-Bad einfach mit.
Quellen
37 Quellen anzeigen – alle Angaben dieser Seite sind belegt
- www.sziklakorhaz.eu/de/informationen – Felsenkrankenhaus: Öffnungszeiten 10–19 Uhr, letzte Führung 18 Uhr, Schließtage, Fotoverbot, Altersgrenzen 6/12 Jahre, max. 25 Personen, bargeldlos, 60 Minuten
- www.sziklakorhaz.eu/en/information – Englische Fassung der Besucherinformationen, Audioguide in neun Sprachen, Stiftung als Träger
- www.sziklakorhaz.eu/en/prices – Preise: englisches Programm 30/22/15 €, ungarisches Programm 9.500/7.000/4.800 Ft, Familienregel, 10 % Gruppenrabatt, Zahlungsarten
- www.sziklakorhaz.eu/en/faq – Temperatur 15–18 °C, 15 m Tiefe, meterdicke Betonwände, kein Handyempfang, Rollstuhl nur im Krankenhausteil, Führungssprachen, Audioguide Deutsch
- www.sziklakorhaz.eu/hu – 90-minütige ungarische Führung täglich ab 14 Uhr, Auszeichnungen, eine Million Besucher 2007–2019
- www.sziklakorhaz.eu/en/online-tickets – Buchungsregeln, begrenzte Kapazität, Ausweispflicht bei Ermäßigungen
- www.sziklakorhaz.eu/en/ – Adresse Lovas út 4/c, Audioguide in neun Sprachen kostenlos während der Führung
- hu.wikipedia.org/wiki/Sziklak%C3%B3rh%C3%A1z_Atombunker_M%C3%BAzeum – 2.370 m², Gangsystem 10–15 m tief, Bau 1939–1944, 60 Betten, 650–700 Verwundete 1944/45, LOSK 0101/1, Ausbau 1958–1962, geheim bis 2002, Museum 2008, 3,3 km Höhlen- und Kellersystem
- de.wikipedia.org/wiki/Felsenkrankenhaus-Atombunker-Museum – Deutschsprachige Darstellung mit der Angabe eines „10 km langen natürlichen Höhlen- und Kellersystems“, Geschichte, Museumsstatus 2014
- www.dunaipoly.hu/hu/helyek/bemutatohelyek/pal-volgyi-barlang – Pál-völgyi: 32 km Systemlänge, 500 m Besucherweg, über 400 Stufen, 7-m-Leiter, ab 5 Jahren und 115 cm, 11 °C, Führungen 10:15–16:15, montags zu, Preise, max. 35 Personen, Audioguide-App in acht Sprachen, Entdeckung 1904, Besucherzentrum 2022, Budapest-Card-Akzeptanzstelle
- www.dunaipoly.hu/hu/helyek/bemutatohelyek/szemlo-hegyi-barlang – Szemlő-hegyi: 12 °C, 40 Minuten, dienstags zu, Führungen 10:00–16:00, Preise inkl. Kombiticket und HungaryCard, Barrierefreiheit mit Rampen bis 15°, Treppenlift, Leitstreifen, keine Hunde, Audioguide-App Deutsch, Anfahrt Bus 29
- www.dunaipoly.hu/hu/helyek/bemutatohelyek/budai-var-barlang – Vár-barlang: über 3 km System, 12 °C, Tourlängen 40/90/150–180 Min., Preise inkl. englischer Führungen, max. 25 Personen, Altersempfehlungen, Fotoregel, Treffpunkte, nur Onlinetickets
- www.dunaipoly.hu/hu/helyek/bemutatohelyek/matyas-hegyi-barlang – Mátyás-hegyi: Abenteuertouren ohne ausgebauten Weg, Overall/Helm/Stirnlampe gestellt, Preise 14.700/9.000/19.900 Ft, Altersgrenzen, Anmeldung über barlangaszat.hu
- barlangaszat.hu/arak/ – Preise der Abenteuertouren, was im Preis enthalten ist, Schulgruppen, SZÉP-Karte
- barlangaszat.hu/ – Tourtypen, kein Licht und keine Wege in der Höhle, keine Vorkenntnisse nötig
- labirintus.eu/informacio/ – Labirintus: Preisliste (2.500/2.000/600/5.000/5.500 Ft), Öffnung 11–18 Uhr, 16–18 °C, 90 % Luftfeuchte, etwa 30 Minuten, kein Guide, Parken, Vlad-Țepeș-Behauptung
- labirintus.eu/en/ – Englische Fassung: Ausstellungen, Adresse Úri utca 9, Anfahrt mit Bus 16, 16A und 116
- labirintus.eu/en/informacio/ – Englische Besucherinfos ohne Preisangabe, Hinweis auf kurzfristige Änderung der Öffnungszeiten
- index.hu/belfold/2011/07/29/visszavette_az_allam_a_budavari_lab… – Räumung des Labyrinths am 29.07.2011 durch die Umweltbehörde mit Polizei, Vorwurf der Schädigung des geschützten Naturdenkmals, Übergabe an den Nationalpark
- www.jegy.hu/program/var-barlangi-seta-149922 – Vár-barlang: tatsächliche Führungstermine Herbst 2026, Dauer 1,5 Stunden, Treffpunkt, ungarische Führungssprache
- sziklatemplom.hu/latnivalok/ – Höhlenkirche: Preise 1.400/1.200/1.000 Ft, unter 10 Jahren frei, Audioguide in acht Sprachen, Ablauf über das Pauliner-Empfangszentrum, Zumauerung in den 1960er-Jahren, Wiederöffnung 1989
- www.sziklatemplom.hu/ – Höhlenkirche: Öffnungszeiten Mo–Sa 9:30–19:30, sonntags zu, kein Tourismus während der 17-Uhr-Messe, Adresse
- welovebudapest.com/hely/gellert-hegyi-sziklatemplom/ – Innentemperatur um 20 °C, Angabe der Kirche als „frei zugänglich“ ohne Preis
- hu.wikipedia.org/wiki/Szeml%C5%91-hegyi-barlang – Szemlő-hegyi: 2.230 m Gesamtlänge, 250 m Besucherweg, Entdeckung 1930, Schutz 1982, Heilhöhle 1991, Erbsensteine und Gipskrusten, keine Fledermäuse, Besucherzahlen 2012–2014
- en.wikipedia.org/wiki/Moln%C3%A1r_J%C3%A1nos_Cave – Molnár János: 5,5 km erforscht, bis 100 m tief, größte Halle etwa 86 × 27 × 15 m, Höhlensee 2008 entdeckt, Lage im Rózsadomb
- mjcave.hu/en/diving/ – Tauchvoraussetzungen (mindestens Advanced Open Water, Erfahrung), einziges lizenziertes Tauchzentrum, Wassertemperatur 20–28 °C, Voranmeldung
- mjcave.hu/en/ – Adresse Frankel Leó utca 48, Selbstbeschreibung als Tauchzentrum an der Höhle
- hu.wikipedia.org/wiki/K%C5%91b%C3%A1nyai_pincerendszer – Kőbánya: 32–33 km, 180.000 m², 4–10 m breit und hoch, 10–15 m tief (max. 30 m), Urkunde 1244, Brauerei 1844, Dreher 1862, Flugzeugmotoren im Zweiten Weltkrieg, Öffnungstermine im Juni und September, Eigentumsverhältnisse
- oroksegnapok.gov.hu/seta/1707 – Kőbánya-Keller: 8–10 °C, feuchte Luft, nasse Böden, Treffpunkt Bánya utca 37, kinderfreundlich; Tage des kulturellen Erbes 2026 am 19. und 20. September
- bkk.hu/en/tickets-and-passes/budapest-card/places-of-acceptance… – Budapest Card: 10 % Rabatt im Felsenkrankenhaus, freier Eintritt im Untergrundbahn-Museum
- www.ecb.europa.eu/stats/eurofxref/eurofxref-daily.xml – EZB-Referenzkurs vom 18.09.2026: 1 Euro = 364,28 Forint (Grundlage aller Euro-Umrechnungen auf dieser Seite)
- www.ungarn-netz.de/168/sehenswuerdigkeiten-ungarn/hoehlen-budap… – Irrtümer: Labirintus 1.500/1.100 Ft und 9.30–19.30 Uhr, Pál-völgyi „sieben Kilometer“ und „drittlängste“, Öffnung 9–16 Uhr, Molnár János „über drei Kilometer“ und „65 Meter“
- www.zahnklinik-ungarn.de/blog/land-und-leute/hoehlen-in-budapest.php – Irrtümer: Labirintus 1,2 km und 4,10 €, Pál-völgyi sieben Kilometer und 9–16 Uhr, Molnár János drei Kilometer und 65 Meter
- www.ungarn-tv.com/labyrinthe-und-hoehlen-in-budapest-3570.html – Irrtümer: Labyrinth „bis heute militärisches Sperrgebiet“, 9.30–19.30 Uhr, 4,10 € Eintritt, Pál-völgyi „drittlängste Tropfsteinhöhle“
- www.arcufo.ch/kultur/kulturtrip-felsenkrankenhaus-budapest-muse… – Irrtum: Felsenkrankenhaus „4000 Forint, Montag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr“ (Beitrag von 2019)
- www.mein-zahnarzt-in-ungarn.de/das-felsenkrankenhaus-mit-atombunker/ – Irrtum: Felsenkrankenhaus als „Höhlenlabyrinth unter der Budaer Burg“ bezeichnet
- hungaryunlocked.com/labyrinth-of-buda-castle/ – Einordnung der Dracula-Inszenierung (belegte Haft in Visegrád), Beschreibung des dunklen Gangs, Hinweis auf Barzahlung, Preisangaben eines Dritten