Berlin hat keinen einzelnen »Untergrund« zum Besichtigen, sondern ein Dutzend sehr verschiedener Orte: Luftschutzbunker des Zweiten Weltkriegs, Atomschutzanlagen des Kalten Krieges, Fluchttunnel unter der Mauer, die Ruine eines Flakturms, die Keller des Flughafens Tempelhof und preußische Festungskasematten. Fast alles ist nur mit Führung und nur mit vorab gekauftem Ticket zugänglich – einzige große Ausnahme ist der Berlin Story Bunker am Anhalter Bahnhof, den man täglich ohne Anmeldung auf eigene Faust besucht.
- TicketsBerliner Unterwelten: Tickets werden 30 Tage vor dem Termin im eigenen Online-Shop (tickets.berliner-unterwelten.de) freigeschaltet – und nur dort.
- Preis18 € (ermäßigt 13 €) – Berliner Unterwelten – Dunkle Welten, Vom Flakturm zum Trümmerberg, U-Bahn/Bunker/Kalter Krieg, Atombunker Pankstraße, Fichtebunker Kreuzberg, Unterirdisch in die Freiheit (je ca. 90 Min.)
- GeöffnetBerliner Unterwelten: keine Öffnungszeiten im klassischen Sinn – jede Tour hat feste Termine laut Kalender/Online-Shop; der Info- und Buchshop an der Brunnenstraße 105 ist täglich 10:00–15:30 Uhr geöffnet, verkauft aber keine Tourtickets.
- Beste ZeitGanzjährig möglich, weil unter der Erde Wetter keine Rolle spielt – mit einer wichtigen Ausnahme: Die Flakturm-Touren im Humboldthain pausieren von November bis April; wer sie will, muss zwischen Mai und Oktober kommen.
- PlatzangstDie normalen Touren führen durch Räume mit Stehhöhe; beklemmend sind eher Thema und Atmosphäre (enge Schlafräume mit Vierstockbetten im Atombunker Pankstraße).
Die Orte und Touren im Vergleich
Berliner Unterwelten: Dunkle Welten (früher »Tour 1«)
Der Klassiker und beste Einstieg: authentische Luftschutzräume des Zweiten Weltkriegs auf mehreren Etagen im U-Bahnhof Gesundbrunnen, hinter einer unscheinbaren grünen Tür. Themen sind Bombenkrieg und Luftschutz, dazu Funde aus Bunkern des Regierungsviertels, Rohrpost, Brauereikeller, Kanalisation und die Geschichte der U8.
Für wen: Erstbesucher, Geschichtsinteressierte, Jugendliche ab etwa 14. Häufigste Termine, auch regelmäßig auf Englisch. Die Anlage blieb nach 1945 erhalten, weil eine Sprengung den U-Bahn-Tunnel gefährdet hätte; der Verein hat sie 1998 wiederentdeckt.
18 € (erm. 13 €), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Vom Flakturm zum Trümmerberg (früher »Tour 2«) – Flakturm Humboldthain
Rundgang durch das Innere der Flakturm-Ruine im Volkspark Humboldthain: drei von sieben Geschossen der größten Bunkeranlage Berlins, mit freitragenden Stegen über tiefe Abgründe. Der Turm (rund 70 × 70 m, etwa 40 m hoch) entstand 1940–1942; die Nordseite überstand die Sprengungen nur, weil die nahe Bahntrasse geschont werden musste. Bis 1950 wurden im Park rund 1,4 Mio. m³ Trümmerschutt aufgeschüttet.
Für wen: Abenteuerlustige Erwachsene – Teilnahme erst ab 18 Jahren. Nur Mai bis Oktober (Winterpause November–April). Um 10 °C auch im Hochsommer, hohe Luftfeuchtigkeit, Helmpflicht (wird gestellt), Schuhkontrolle am Einlass. Die Aussichtsplattform oben auf dem Turm ist dagegen jederzeit frei zugänglich.
18 € (erm. 13 €), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: U-Bahn, Bunker, Kalter Krieg (früher »Tour 3«)
Der Ost-West-Konflikt im Untergrund, erzählt in der Anlage Blochplatz am Gesundbrunnen: ein im Krieg zum Bunker ausgebautes U-Bahn-Bauwerk, das 1981–1983 als Zivilschutzanlage notdürftig reaktiviert wurde. Themen: Angst vor der Atombombe, Luftbrücke, Mauer, Spionagetunnel von Rudow, Kanalisationsfluchten und Geisterbahnhöfe; mit Atombombenmodell und begehbarer Kanalröhre.
Für wen: alle, die der Kalte Krieg mehr interessiert als der Zweite Weltkrieg. Minderjährige nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Achtung: Der Atombunker im U-Bahnhof Pankstraße, früher Teil dieser Tour, ist seit Mai 2026 eine eigene Führung.
18 € (erm. 13 €), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Atombunker Pankstraße (neu seit Mai 2026)
Mehrzweckanlage im U-Bahnhof Pankstraße aus den 1970er-Jahren, seit 2010 unter Denkmalschutz: Mehr als 3.000 Menschen sollten hier zwei Wochen ausharren können, mit eigenem Wasserwerk, Stahlbetontoren, Lüftung und Notstrom. Die Tour schlägt den Bogen vom Zivilschutz des Kalten Krieges zu den heutigen Debatten seit dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Für wen: die aktuellste Tour im Programm – für alle, die wissen wollen, ob Berlin heute noch Schutzräume hat. Die Schlafsäle mit Vierstockbetten sind der beklemmendste Raum aller Standardtouren. Treffpunkt Badstraße 50 vor der Kirche St. Paul.
18 € (erm. 13 €), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Unterirdisch in die Freiheit (Fluchttunnel Bernauer Straße)
Die Geschichte der Fluchttunnel unter der Berliner Mauer, erzählt nahe dem Tunnelbau-Brennpunkt Bernauer Straße. Höhepunkt ist der Blick in den einzigen erhaltenen Original-Fluchttunnel von 1970/71 in neun Metern Tiefe, erschlossen durch einen rund 30 Meter langen Besuchertunnel des Vereins. Laut Verein sind mehr als 75 Fluchttunnel bekannt, 19 davon erfolgreich; bis zu 450 Menschen gelangten so in den Westen.
Für wen: Mauer- und DDR-Interessierte; ideal kombinierbar mit der Gedenkstätte Berliner Mauer nebenan. Empfohlen ab 10. Klasse. Es gibt Sondertermine mit Zeitzeugen (ehemalige Fluchthelfer und Geflüchtete).
18 € (erm. 13 €), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Fichtebunker Kreuzberg
Ein Hochbunker im Inneren eines Gasbehälters aus dem 19. Jahrhundert: 6 Etagen, 600 Räume, ausgelegt auf 6.000 Personen, gebaut 1941/42 mit Personenaufzügen, Belüftung und Heizung – Luftschutz als Propaganda. Nach dem Krieg Flüchtlingsunterkunft, Jugendgefängnis, Altenheim, Obdachlosenasyl und schließlich Lager der West-Berliner Senatsreserve.
Für wen: Architektur- und Sozialgeschichte statt Militärtechnik; die Nachkriegsgeschichte ist hier so spannend wie der Krieg. Kaum Treppen im Vergleich zu den Gesundbrunnen-Touren, aber nicht barrierefrei. Kühl – Jacke mitnehmen.
18 € (erm. 13 €), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Der AEG-Tunnel
Deutschlands erster U-Bahn-Tunnel: 295 Meter lang, seit dem 31. Mai 1897 verband er zwei AEG-Fabrikstandorte im Wedding mit elektrischen Zügen. Im Ersten Weltkrieg Munitionsproduktion, im Zweiten Werksluftschutz; nach Jahren unter Wasser seit 2016 vom Verein instand gesetzt. Drehort von »Babylon Berlin«.
Für wen: Technik-, Industrie- und Verkehrsgeschichte – die einzige Tour ganz ohne Kriegsschwerpunkt. Ab 14 Jahren. Ganzjährig ca. 10 °C. Seltenere Termine, daher früh buchen.
18 € (keine Ermäßigung), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Tunnel und Bunker Dresdener Straße
Ein nie in Betrieb gegangener, rund 450 Meter langer U-Bahn-Tunnel samt Bahnhofsrohbau aus Kaiserzeit und 1920er-Jahren unter Kreuzberg/Mitte. In der NS-Zeit teils zum Bunker ausgebaut: Beim Großangriff am 3. Februar 1945 überlebten hier alle Schutzsuchenden. Ab 1961 verlief die Grenze mitten durch das Bauwerk, mit unterirdischen Sperranlagen der DDR.
Für wen: Kenner, die schon eine Standardtour hinter sich haben. Gruppen maximal 20 Personen – deshalb am schnellsten ausgebucht. Ab 14 Jahren. Die Steigerung »Dresdener Straße Spezial« (ab 18) führt mit Wathose und Taschenlampe in den gefluteten, unbeleuchteten Teil.
18 € (keine Ermäßigung), ca. 90 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Operationsbunker Teichstraße
Erhaltener OP-Bunker des früheren Humboldt-Krankenhauses in Reinickendorf, gebaut, um während der Luftangriffe weiter notoperieren zu können. Später Lager des Katastrophenschutzes.
Für wen: Medizingeschichte – und die einzige baulich barrierefreie Tour des Vereins. Ab 14 Jahren, empfohlen ab 11. Klasse.
18 € (keine Ermäßigung), ca. 70 Min., nur online
Berliner Unterwelten: Sonderführungen Humboldthain Spezial / Extrem
Mehrstündige Expeditionen in die sonst gesperrten Bereiche der Flakturm-Ruine, mit Helm, eigener starker Taschenlampe und knöchelhohen Stiefeln mit Profilsohle. Spezial: ca. 2,5 Stunden, Einstieg durch zwei Schächte von 60 cm Durchmesser. Extrem: ca. 3 Stunden.
Ab 18, »bergwanderfähig«, Deutschkenntnisse Pflicht (Versicherung), keine Teilnahme über 2 m Körpergröße (Spezial) oder mit anerkannter Behinderung. Winterpause November–April. »Extrem« wird wegen Sicherungsarbeiten im Bauwerk derzeit gar nicht angeboten (Stand 09/2026).
Spezial 55 €, Extrem 65 €, nur online
Berlin Story Bunker (Anhalter Bahnhof)
Privat betriebenes Museum im Reichsbahn-Hochbunker von 1942 am Anhalter Bahnhof. Hauptteil ist die Dokumentation »Hitler – wie konnte es geschehen«: mehr als 3.000 m² auf drei Etagen, 38 Themenbereiche vom Aufstieg der NSDAP bis zum Ende im Führerbunker, mit einem Modell des Führerbunkers im Maßstab 1:25. Dasselbe Ticket gilt für »Deutschland 1945 bis heute« und das Ukraine Museum im selben Gebäude.
Für wen: alle, die ohne Termin, ohne Führung und im eigenen Tempo einen Bunker von innen sehen wollen – täglich 10–19 Uhr, 365 Tage. Sehr textlastig: Der Betreiber rechnet mit 2–3 Stunden, Audioguide in 12 Sprachen. Nicht rollstuhlgeeignet. Nicht zu verwechseln mit dem echten Führerbunker (nicht erhalten bzw. nicht zugänglich, nur eine Infotafel an der Gertrud-Kolmar-Straße) und nicht mit »The Story of Berlin«.
18 € (erm. 12 €) für alles, nur Kartenzahlung
Atomschutzbunker im Ku’damm-Karree (»The Story of Berlin«) – GESCHLOSSEN
Die 1973/74 unter dem Ku’damm-Karree gebaute Mehrzweckanlage für 3.592 Menschen (Vorräte und Diesel für 14 Tage) war jahrelang als Abschluss des Museumsbesuchs von »The Story of Berlin« zu besichtigen.
Status 09/2026: Das Museum ist wegen der Bauarbeiten am Gebäudekomplex (neuer Name »FÜRST«) geschlossen – berlin.de und visitBerlin führen es als »derzeit geschlossen« ohne Termin. Laut Wikipedia ruht die Ausstellung bereits seit Anfang 2019; angekündigte Wiedereröffnungen (erst 2020, dann 2026) sind bislang nicht bestätigt. Wer einen Atomschutzbunker sehen will, bucht stattdessen »Atombunker Pankstraße« bei den Berliner Unterwelten.
derzeit kein Besuch möglich
Flughafen Tempelhof: Führung »Verborgene Orte«
Rund zweistündige Führung durch Keller, Luftschutzräume und Tunnel des Flughafengebäudes, einschließlich des bei Kriegsende ausgebrannten Filmbunkers und der Spuren von US Air Force und Geheimdiensten aus dem Kalten Krieg.
Für wen: gute Alternative, wenn die Unterwelten ausgebucht sind – und die einzige große Bunkerführung, bei der privat fotografiert werden darf und Kinder ab 6 zum ermäßigten Preis mitkönnen. Mo, Mi, Do, Fr 11 Uhr, Sa/So 11 und 11:30 Uhr; dienstags nichts. Online oder im Besucherzentrum (nur Karte), ca. 4 Wochen Vorlauf, keine Restkarten bei ausverkauften Terminen, Mindestteilnehmerzahl 8. Gute Kondition und geschlossene Schuhe nötig; keine Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen, Tiere. Für Familien gibt es ab Ende Oktober die Taschenlampenführung (ab 10 Jahren, 90 Min.).
17,50 € (erm. 12 €), WelcomeCard 25 % Rabatt
Zitadelle Spandau (Kasematten, Fledermauskeller)
Eine der besterhaltenen Renaissancefestungen Europas mit Bastionen, Gewölben und dem Juliusturm. Für Unterwelt-Fans interessant sind die Festungsgewölbe und der Fledermauskeller im Haus 4: ein Schaugehege mit rund 200 tropischen Flughunden und Fledermäusen.
Für wen: Familien und alle, die ohne Führung und ohne Vorbuchung unterwegs sein wollen. Fr–Mi 10–17 Uhr, Do 13–20 Uhr, Fledermauskeller täglich 12–17 Uhr. Spezielle Fledermausführungen des Berliner Artenschutz Teams (BAT e.V.) finden unregelmäßig statt (2026 ab 4. September) und erfordern telefonische Anmeldung.
4,50 € (erm. 2,50 €) inkl. aller Museen und Juliusturm, laut Visit Spandau
Fort Hahneberg (Spandau-Staaken)
Zwischen 1882 und 1888 erbautes preußisches Artilleriefort mit langen Kasematten und Hohlgängen. Später als Steinbruch freigegeben, lag es ab 1961 im Grenzstreifen der Berliner Mauer und verwilderte – heute Baudenkmal und Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere zugleich.
Für wen: Lost-Place-Atmosphäre mit Kindern, ganz ohne Kriegsgrusel. Nur mit Führung des ehrenamtlichen Vereins ASG Fort Hahneberg: sonnabends 14 und 16 Uhr bis Ende Oktober, maximal 25 Teilnehmer, Karten vorab über fbs.forthahneberg.de. Festes Schuhwerk ist Pflicht, Taschenlampe empfohlen. Die regulären Führungen laufen laut Verein bis Ende Oktober; daneben gibt es eigene Fledermaus- und Naturführungen.
9,50 € / Kinder 6–16: 5 € / Familie 25 €; Kinder bis 6 frei
Wasserspeicher Prenzlauer Berg (optional)
Zwei unterirdische Tiefspeicher der ersten öffentlichen Berliner Wasserversorgung (erbaut 1852–1856, später erweitert) unter dem Hügel am Wasserturm. Der Große Wasserspeicher besteht aus konzentrischen Ringgewölben mit bis zu 20 Sekunden Nachhall; innen 8–10 °C, maximal 99 Besucher je Speicher.
Kein regulärer Besichtigungsbetrieb – offen nur zu Kunst- und Klangveranstaltungen sowie Führungen. Die langjährige Betreuung durch Förderband e.V. endete am 31.12.2025; Ansprechpartner ist seitdem das Kulturamt Pankow. Der Verein unter-berlin e.V. bietet Rundgänge »Prenzlauer Berg von unten« an (2026 u. a. am 5.9. und 3.10., mit Anmeldung).
je nach Veranstaltung
Tickets und Preise
Berliner Unterwelten: Tickets werden 30 Tage vor dem Termin im eigenen Online-Shop (tickets.berliner-unterwelten.de) freigeschaltet – und nur dort. Es gibt KEINEN Ticketverkauf vor Ort mehr, weder am Pavillon noch im Info- und Buchshop, und keinen Verkauf über fremde Plattformen. Tickets sind vom Umtausch, von Umbuchung und Rücknahme ausgeschlossen; Geld zurück gibt es nur, wenn der Verein die Tour absagt. Tempelhof: Buchung etwa 4 Wochen im Voraus online oder im Besucherzentrum CHECK-IN (nur Kartenzahlung), keine Stornierung. Fort Hahneberg: Vorverkauf über fbs.forthahneberg.de, Anmeldung nötig. Berlin Story Bunker: keine Buchung nötig, Online-Ticket optional.
Offizielle Preise
- Berliner Unterwelten – Dunkle Welten, Vom Flakturm zum Trümmerberg, U-Bahn/Bunker/Kalter Krieg, Atombunker Pankstraße, Fichtebunker Kreuzberg, Unterirdisch in die Freiheit (je ca. 90 Min.)18 € (ermäßigt 13 €)
- Berliner Unterwelten – Der AEG-Tunnel, Tunnel und Bunker Dresdener Straße (je ca. 90 Min.), Operationsbunker Teichstraße (ca. 70 Min.) – keine Ermäßigung18 €
- Berliner Unterwelten – Sonderführung Humboldthain Spezial (ca. 2,5 Std., ab 18, Mai–Oktober)55 €
- Berliner Unterwelten – Sonderführung Humboldthain Extrem (ca. 3 Std., ab 18) – derzeit wegen Sicherungsarbeiten nicht im Angebot65 €
- Berliner Unterwelten – Ausstellung »Hitlers Pläne für Berlin: Mythos Germania« (nur samstags)6 € (ermäßigt 5 €)
- Berlin Story Bunker – ein Ticket für alle Bereiche (Hitler-Dokumentation, Deutschland 1945 bis heute, Ukraine Museum)18 € (ermäßigt 12 €)
- Flughafen Tempelhof – Führung »Verborgene Orte« (ca. 2 Std.); Ermäßigung u. a. für Kinder 6–14 Jahre17,50 € (ermäßigt 12 €)
- Flughafen Tempelhof – Taschenlampenführung für Familien (90 Min., saisonal ab Ende Oktober)12 € (ermäßigt 9 €)
- Zitadelle Spandau – Eintritt inkl. aller Museen, Juliusturm und Fledermauskeller (laut Visit Spandau)4,50 € (ermäßigt 2,50 €)
- Fort Hahneberg – historische Führung: Erwachsene ab 17 / Kinder 6–16 / Familienkarte (2 Erw. + bis zu 2 Kinder)9,50 € / 5 € / 25 €
Stand 09/2026 · Quelle und Direktbuchung: berliner-unterwelten.de
Wenn alles ausgebucht ist
Am schnellsten weg sind bei den Unterwelten die Touren mit kleinen Gruppen und seltenen Terminen: Tunnel und Bunker Dresdener Straße (max. 20 Personen), AEG-Tunnel, Humboldthain Spezial sowie englischsprachige Termine an Wochenenden und in den Ferien. Wer einen bestimmten Tag braucht, sollte am Tag der Freischaltung (30 Tage vorher) buchen. In Tempelhof gibt es bei ausverkauften Terminen ausdrücklich keine Restkarten vor Ort; die Sonderführung »Bunkermythen debunked« (Kooperation mit den Unterwelten, Herbst 2026) war komplett ausgebucht.
Online buchbar: Bunker-Eintritt und Rundgänge
Die Touren der Berliner Unterwelten gibt es ausschließlich im Online-Shop des Vereins, bis zu 30 Tage im Voraus – nicht mehr vor Ort und nicht bei Wiederverkäufern. Über GetYourGuide buchbar sind dagegen diese Angebote:
Berlin: Drittes Reich & Kalter Krieg – 2-stündiger geführter Rundgang
Eintrittskarte für den Berlin Story Bunker
Atombunker bei Berlin: Geführte Erlebnistour mit Mittagessen
Zeitreise Friedrichshain & Prenzlauer Berg: Eiszeit bis in den Untergrund
Buchung über GetYourGuide (Partnerlink, Werbung). Meist kostenlos stornierbar bis 24 Stunden vorher. Preise Stand 19.09.2026.
Öffnungszeiten und beste Zeit
Berliner Unterwelten: keine Öffnungszeiten im klassischen Sinn – jede Tour hat feste Termine laut Kalender/Online-Shop; der Info- und Buchshop an der Brunnenstraße 105 ist täglich 10:00–15:30 Uhr geöffnet, verkauft aber keine Tourtickets. Flakturm-Touren pausieren von November bis April; über Weihnachten/Neujahr gibt es Schließtage und ein Sonderprogramm. Ausstellung »Mythos Germania«: nur samstags 11–17 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr). Berlin Story Bunker: an 365 Tagen 10:00–19:00 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr. Flughafen Tempelhof: Führung »Verborgene Orte« Mo, Mi, Do, Fr 11:00 Uhr, Sa/So 11:00 und 11:30 Uhr (im September 2026 zusätzlich 14 Uhr); dienstags keine Führungen, Besucherzentrum Mi–Mo 10–17 Uhr. Zitadelle Spandau: Fr–Mi 10–17 Uhr, Do 13–20 Uhr, letzter Einlass 30 Minuten vor Schluss. Fort Hahneberg: Führungen sonnabends 14 und 16 Uhr bis Ende Oktober. The Story of Berlin am Ku’damm: geschlossen.
Wann es am ruhigsten ist
Ganzjährig möglich, weil unter der Erde Wetter keine Rolle spielt – mit einer wichtigen Ausnahme: Die Flakturm-Touren im Humboldthain pausieren von November bis April; wer sie will, muss zwischen Mai und Oktober kommen. Fort Hahneberg führt ebenfalls nur bis Ende Oktober. Buchungstechnisch sind Wochentage außerhalb der Schulferien am entspanntesten; Wochenendtermine und englische Touren 30 Tage vorher buchen. Der Berlin Story Bunker ist vormittags direkt ab 10 Uhr am leersten – und man braucht die Zeit: Bei letztem Einlass um 17:30 Uhr bleiben nur 90 Minuten für eine Ausstellung, die 2 bis 3 Stunden verlangt.
Für wen geeignet?
Mit Kindern
Berliner Unterwelten: Kinder unter 7 Jahren dürfen an keiner Tour teilnehmen; zwischen 7 und 13 entscheiden die Eltern, empfohlen wird frühestens ab der 8. Klasse (»Unterirdisch in die Freiheit« ab 10. Klasse, OP-Bunker Teichstraße ab 11. Klasse). Familienfreundlicher sind die Taschenlampenführung in Tempelhof (Kinder ab 10 in Begleitung), das Fort Hahneberg (Kinder bis 6 frei, Taschenlampe mitbringen) und die Zitadelle Spandau mit Fledermauskeller.
Mindestalter
Unterwelten allgemein 7 Jahre; AEG-Tunnel und Dresdener Straße ab 14 (Minderjährige nur mit Erziehungsberechtigtem); OP-Bunker Teichstraße ab 14; alle Flakturm-Touren und »Dresdener Straße Spezial« ab 18 – Ausweis kann kontrolliert werden. Berlin Story Bunker: kein offizielles Mindestalter gefunden; wegen drastischer Bild- und Filmdokumente nichts für jüngere Kinder.
Rollstuhl
Schlecht. Baulich barrierefrei ist bei den Unterwelten allein der Operationsbunker Teichstraße. Alle anderen Touren führen über zahlreiche, teils steile Treppen, man steht oder geht 90 Minuten ohne Sitzgelegenheit. Der Berlin Story Bunker ist laut Betreiber nicht für Rollstühle geeignet. In Tempelhof sind Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen auf den Führungen nicht möglich.
Kinderwagen
Bei keiner der Führungen möglich; bei den Unterwelten ist auch Gepäck größer als Handtasche oder kleiner Rucksack verboten (Schließfächer im Bahnhof Gesundbrunnen).
Hunde
Unterwelten und Tempelhof: Tiere nicht erlaubt (Unterwelten: Ausnahme Blindenführhunde).
Platzangst
Die normalen Touren führen durch Räume mit Stehhöhe; beklemmend sind eher Thema und Atmosphäre (enge Schlafräume mit Vierstockbetten im Atombunker Pankstraße). Wirklich eng wird es nur auf »Humboldthain Spezial«: zwei Schachteinstiege mit 60 cm Durchmesser – laut Verein ungeeignet bei Klaustrophobie, für sehr korpulente Personen und für Menschen über zwei Meter Körpergröße.
Kleidung
Festes, geschlossenes Schuhwerk ist bei allen Unterwelten-Touren Teilnahmebedingung (keine Sandalen, Flip-Flops, Ballerinas, hohen Absätze); im Flakturm wird das Schuhwerk vor dem Einlass kontrolliert, Helme werden gestellt. Auch im Hochsommer eine Jacke mitnehmen: In Flakturm, AEG-Tunnel, Fichtebunker und bei den Fluchttunneln hat es ganzjährig 8–14 °C. Tempelhof verlangt ebenfalls festes, geschlossenes Schuhwerk; Fort Hahneberg festes Schuhwerk, Taschenlampe empfohlen. Auf den Unterwelten-Touren gibt es keine Toiletten.
Fotografieren
Bei den Berliner Unterwelten sind Foto-, Film- und Tonaufnahmen ausdrücklich verboten; das gilt auch für Smart Glasses und ähnliche Geräte. In Tempelhof ist Fotografieren für private Zwecke erlaubt (Stative nur auf der Foto-Tour).
Anreise
Mit Bus und Bahn
S+U-Bahnhof Gesundbrunnen (S-Bahn, U8, Regionalverkehr, Bus 247) ist Startpunkt für Dunkle Welten (Brunnenstraße 105), U-Bahn/Bunker/Kalter Krieg (Badstraße/Ecke Böttgerstraße) und den Flakturm (untere Plattform der Ruine im Volkspark Humboldthain, ausgeschildert). Atombunker Pankstraße: U8 Pankstraße, Treffpunkt Badstraße 50 vor der Kirche St. Paul. AEG-Tunnel: U8 Voltastraße, ca. 6 Min. zu Fuß zur Voltastraße 5–6. Unterirdisch in die Freiheit: U8 Bernauer Straße, Brunnenstraße 141. Dresdener Straße: U8 Heinrich-Heine-Straße oder Moritzplatz, ca. 8 Min. Fichtebunker: U7 Südstern, 5 Min. OP-Bunker: U8 Paracelsus-Bad. Berlin Story Bunker: Schöneberger Straße 23A am S-Bahnhof Anhalter Bahnhof. Tempelhof: U6 Platz der Luftbrücke, Treffpunkt Besucherzentrum CHECK-IN. Zitadelle: U7 Zitadelle.
Mit dem Auto
Der Verein rät bei allen Touren ausdrücklich zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Parkplätze sind rund um Gesundbrunnen, Kreuzberg und Mitte rar, am AEG-Gelände und an der Pankstraße gibt es gar keine. Mit dem Auto sinnvoll erreichbar sind nur Fort Hahneberg (Staaken) und die Zitadelle Spandau.
Ab der nächsten Stadt
Alles liegt innerhalb Berlins. Praktisch: Fast alle Unterwelten-Standorte reihen sich an der U8 auf (Paracelsus-Bad – Pankstraße – Gesundbrunnen – Voltastraße – Bernauer Straße – Heinrich-Heine-Straße – Moritzplatz), sodass sich zwei Touren an einem Tag gut kombinieren lassen.
Tipps für den Besuch
- Wecker stellen: Unterwelten-Tickets gibt es genau 30 Tage vorher und ausschließlich im vereinseigenen Online-Shop. Wer spontan am Gesundbrunnen auftaucht, bekommt nichts – auch nicht im Buchshop.
- Vor dem Kauf dreimal aufs Datum schauen: Umtausch, Umbuchung und Rückgabe sind ausgeschlossen, auch bei Krankheit oder Zugausfall.
- Schuhe ernst nehmen. Mit Sandalen, Ballerinas oder Absätzen wird man an der Tür abgewiesen – ohne Erstattung. Im Flakturm wird das Schuhwerk aktiv kontrolliert.
- Vorher zur Toilette: Auf keiner Unterwelten-Tour gibt es Besuchertoiletten. Am Gesundbrunnen die öffentliche Toilette im Bahnhof nutzen; großes Gepäck in die Schließfächer dort.
- Alles ausgebucht? Plan B ohne Vorbuchung ist der Berlin Story Bunker (täglich, kein Termin). Plan C mit Führung ist »Verborgene Orte« in Tempelhof, das meist länger verfügbar ist.
- Treffpunkte genau lesen – nicht jede Tour startet am Gesundbrunnen. Pankstraße, Bernauer Straße, Voltastraße, Dresdener Straße, Fichtestraße und Teichstraße haben eigene Treffpunkte, teils mehrere U-Bahn-Stationen entfernt.
- Im Berlin Story Bunker spätestens um 15 Uhr da sein. Wer zum letzten Einlass um 17:30 Uhr kommt, schafft in 90 Minuten nicht einmal die Hälfte. Nur Kartenzahlung.
- Zwei Touren an einem Tag gehen gut entlang der U8 – aber mindestens eine Stunde Puffer einplanen, und nicht zwei Weltkriegs-Touren hintereinander: Inhaltlich überschneiden sie sich, und 3 Stunden Stehen auf Beton sind anstrengend.
Was oft falsch im Netz steht
Das war jahrelang so und steht noch in vielen Reiseführern. Heute gilt: Tickets ausschließlich im Online-Shop des Vereins, bis zu 30 Tage im Voraus, kein Verkauf vor Ort. Der Info- und Buchshop (10–15:30 Uhr) verkauft keine Tourtickets.
Überholt. Standardtouren kosten 18 € (ermäßigt 13 €); AEG-Tunnel, Dresdener Straße und OP-Bunker 18 € ohne Ermäßigung.
Nicht mehr. »U-Bahn, Bunker, Kalter Krieg« findet in der Anlage Blochplatz statt; der Atombunker Pankstraße ist seit Mai 2026 eine eigene Tour mit eigenem Treffpunkt. Generell wirbt der Verein inzwischen mit Tournamen statt mit den alten Nummern und Buchstaben (Tour 1, 2, 3, M, F …).
Das Museum ist geschlossen, laut Wikipedia schon seit Anfang 2019; ein bestätigter Wiedereröffnungstermin liegt nicht vor. Viele Portale listen es trotzdem weiter mit alten Preisen und Öffnungszeiten.
Nein. Der Berlin Story Bunker ist ein ziviler Reichsbahn-Luftschutzbunker am Anhalter Bahnhof. Vom Führerbunker an der Wilhelmstraße ist nichts zugänglich; im Museum steht ein Modell im Maßstab 1:25.
Zwei völlig verschiedene Häuser mit verschiedenen Betreibern: das eine in Kreuzberg und geöffnet, das andere am Kurfürstendamm und geschlossen.
Das Innere nur von Mai bis Oktober und nur ab 18 Jahren. Frei zugänglich ist ganzjährig nur die Aussichtsplattform außen.
Nein, sie gilt dort nur für die Ausstellung »Mythos Germania«. Rabatt (25 %) gibt es dagegen auf die Tempelhof-Führungen.
Fotografieren, Filmen und Tonaufnahmen sind auf allen Führungen des Vereins verboten.
Geschichte in Kürze
- Berlins Untergrund ist jung: Der märkische Sand und der hohe Grundwasserspiegel erlaubten keine mittelalterlichen Katakomben. Was es zu sehen gibt, stammt fast ausschließlich aus der Zeit seit der Industrialisierung – Brauereikeller, Wasserspeicher (1852–1856), Rohrpost, Kanalisation, U-Bahn.
- 1897 nahm die AEG im Wedding einen 295 Meter langen Werkstunnel mit elektrischer Bahn in Betrieb – der Verein bezeichnet ihn als ersten U-Bahn-Tunnel Deutschlands.
- Im Zweiten Weltkrieg wurden U-Bahn-Bauwerke wie am Gesundbrunnen zu Luftschutzanlagen ausgebaut. Ab September 1940 ließ Hitler Flaktürme planen; zwischen Herbst 1940 und Frühjahr 1942 entstanden in Berlin drei Flakturmpaare, eines davon im Humboldthain. Der Fichtebunker (1941/42) und der Reichsbahnbunker am Anhalter Bahnhof (1942) stammen aus derselben Bauwelle.
- Nach 1945 sprengten die Alliierten die meisten Bunker. Die Nordseite des Humboldthain-Turms blieb stehen, weil die benachbarte Bahnstrecke nicht beschädigt werden durfte; die Ruine wurde bis 1950 mit rund 1,4 Millionen Kubikmetern Trümmerschutt überdeckt. Die Anlage im U-Bahnhof Gesundbrunnen überlebte, weil eine Sprengung den U-Bahn-Tunnel gefährdet hätte.
- Mit dem Mauerbau 1961 wurde auch der Untergrund geteilt: Geisterbahnhöfe, vergitterte Kanäle, Sperranlagen im Tunnel Dresdener Straße. Zwischen 1961 und 1982 wurden laut Berliner Unterwelten e.V. mehr als 75 Fluchttunnel gegraben, von denen 19 zum Erfolg führten.
- Der Kalte Krieg hinterließ in West-Berlin Mehrzweckanlagen wie Pankstraße (1970er-Jahre, über 3.000 Plätze) und Ku’damm-Karree (1973/74, 3.592 Plätze). 1989 gab es in West-Berlin 16 öffentliche Schutzräume für zusammen rund 24.600 Menschen – Platz für etwa 1 % der Bevölkerung.
- 1997 gründete sich der Berliner Unterwelten e.V., der 1998 die Bunkeranlage am Gesundbrunnen wiederentdeckte und seither Anlagen erforscht, sichert und zugänglich macht; seit April 2004 führt er durch den Flakturm, seit 2016 durch den AEG-Tunnel, seit Mai 2026 durch den Atombunker Pankstraße.
- Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 ist Zivilschutz wieder ein politisches Thema – darauf reagieren sowohl die neue Pankstraße-Tour als auch das Ukraine Museum im Berlin Story Bunker (seit Februar 2026).
Häufige Fragen
Wo kauft man Tickets für die Berliner Unterwelten?
Nur im Online-Shop des Vereins unter tickets.berliner-unterwelten.de, frühestens 30 Tage vor dem Termin. Vor Ort gibt es keinen Ticketverkauf mehr; der Verein nennt seinen Shop ausdrücklich als einzige Bezugsquelle. Das Print@Home-Ticket kann man auf dem Handy vorzeigen.
Welche Berliner-Unterwelten-Tour ist die beste für den ersten Besuch?
»Dunkle Welten« im Bunker am Gesundbrunnen: Sie läuft am häufigsten, gibt den breitesten Überblick und funktioniert auch mit Jugendlichen. Wer sich mehr für Mauer und DDR interessiert, nimmt »Unterirdisch in die Freiheit«; für den Kalten Krieg »Atombunker Pankstraße« oder »U-Bahn, Bunker, Kalter Krieg«; das größte Abenteuer ist der Flakturm (ab 18, nur Sommerhalbjahr).
Was kosten die Touren der Berliner Unterwelten?
Die rund 90-minütigen Standardtouren kosten 18 €, ermäßigt 13 €. AEG-Tunnel, Dresdener Straße und OP-Bunker Teichstraße kosten 18 € ohne Ermäßigung. Die Sonderführungen im Flakturm liegen bei 55 € (Spezial) und 65 € (Extrem).
Ab welchem Alter dürfen Kinder mit in die Bunker?
Unter 7 Jahren gar nicht. Von 7 bis 13 entscheiden die Eltern, der Verein empfiehlt die Touren aber frühestens ab der 8. Klasse. AEG-Tunnel, Dresdener Straße und OP-Bunker sind ab 14, alle Flakturm-Touren ab 18. Für Jüngere eignen sich die Taschenlampenführung in Tempelhof (ab 10), Fort Hahneberg und die Zitadelle Spandau.
Was muss man zur Bunkerführung anziehen?
Feste, geschlossene Schuhe sind Pflicht – mit Sandalen, Flip-Flops, Ballerinas oder hohen Absätzen darf man nicht mit. Dazu eine Jacke, denn in mehreren Anlagen hat es auch im Sommer nur 8 bis 14 °C. Taschen dürfen höchstens Handtaschen- oder kleine Rucksackgröße haben.
Kann man ein Unterwelten-Ticket stornieren oder umbuchen?
Nein. Vorverkaufstickets sind von Umtausch, Umbuchung und Rücknahme ausgeschlossen. Erstattet wird nur, wenn der Verein selbst die Tour absagt.
Wie lange braucht man für den Berlin Story Bunker und was kostet er?
Das Ticket kostet 18 €, ermäßigt 12 €, und gilt für alle Ausstellungen im Haus. Der Betreiber rechnet mit 2 bis 3 Stunden; geöffnet ist täglich von 10 bis 19 Uhr, letzter Einlass 17:30 Uhr. Bezahlt wird nur mit Karte, eine Vorbuchung ist nicht nötig.
Ist der Berlin Story Bunker für Kinder geeignet?
Ein offizielles Mindestalter nennt der Betreiber nicht. Die Hitler-Dokumentation ist sehr umfangreich, textlastig und zeigt drastische Fotos und Filme zu Krieg und Holocaust; Besucherberichte halten sie für jüngere Kinder für ungeeignet. Als Richtwert taugt das Alter, in dem das Thema in der Schule behandelt wird – etwa ab 13 bis 14 Jahren.
Ist The Story of Berlin mit dem Atombunker am Ku’damm wieder offen?
Nein, Stand September 2026 ist das Museum wegen der Bauarbeiten am Gebäudekomplex geschlossen, und weder berlin.de noch visitBerlin nennen ein Eröffnungsdatum. Als Ersatz bietet sich die Tour »Atombunker Pankstraße« der Berliner Unterwelten an, die eine vergleichbare Zivilschutzanlage der 1970er-Jahre zeigt.
Kann man den Flakturm im Humboldthain von innen besichtigen?
Ja, mit der Tour »Vom Flakturm zum Trümmerberg« der Berliner Unterwelten – allerdings nur von Mai bis Oktober, nur ab 18 Jahren und nur mit festem, geschlossenem Schuhwerk, das am Einlass kontrolliert wird. Helme werden gestellt, drinnen hat es etwa 10 °C.
Gibt es Bunkerführungen in Berlin auf Englisch?
Ja. Die Berliner Unterwelten bieten ihre wichtigsten Touren regelmäßig auf Englisch an (u. a. Dark Worlds, Subways/Bunkers/Cold War, Under the Berlin Wall, Flak Towers), weitere Sprachen zeitweise laut Kalender. Tempelhof hat eine eigene English Guided Tour, der Berlin Story Bunker Audioguides in 12 Sprachen.
Was tun, wenn die Berliner Unterwelten ausgebucht sind?
Ohne Buchung geht der Berlin Story Bunker am Anhalter Bahnhof. Mit Führung sind »Verborgene Orte« im Flughafen Tempelhof (17,50 €) oder samstags das Fort Hahneberg in Spandau gute Alternativen. Außerdem lohnt ein Blick in den Unterwelten-Kalender für Wochentage – dort gibt es oft noch Plätze, wenn das Wochenende voll ist.
Quellen
31 Quellen anzeigen – alle Angaben dieser Seite sind belegt
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/wichtige-hinweise/wichti… – Mindestalter je Tour, Schuhwerk, Temperaturen 8–14 °C, Ticketverkauf nur online bis 30 Tage vorher, kein Umtausch, Ermäßigungen, WelcomeCard, Barrierefreiheit (nur Teichstraße), keine Toiletten, Gepäck, Tiere, Foto-/Filmverbot, Buchshop 10–15:30 Uhr
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Dunkle Welten: Inhalt, 90 Min., 18 €/13 €, Treffpunkt Brunnenstraße 105, Wiederentdeckung 1998, kein Verkauf vor Ort
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Flakturm: Baugeschichte 1940–42, Maße, 1,4 Mio. m³ Schutt, Führungen seit April 2004, 3 von 7 Geschossen, ab 18, Winterpause November–April, 18 €/13 €
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – U-Bahn, Bunker, Kalter Krieg: Anlage Blochplatz, Instandsetzung 1981–83, Themen, Treffpunkt, 18 €/13 €
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Atombunker Pankstraße: neu ab Mai 2026, über 3.000 Plätze für zwei Wochen, Denkmalschutz 2010, Treffpunkt Badstraße 50, 18 €/13 €
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Fluchttunnel: über 75 Tunnel, 19 erfolgreich, bis zu 450 Geflüchtete, Originaltunnel 1970/71 in 9 m Tiefe, 30-m-Besuchertunnel, Treffpunkt Brunnenstraße 141, 18 €/13 €
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Fichtebunker: 6 Etagen, 600 Räume, 6.000 Personen, Bau 1941/42, Nachkriegsnutzungen, Treffpunkt Fichtestraße 6, 18 €/13 €
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – AEG-Tunnel: 295 m, Inbetriebnahme 31.05.1897, Instandsetzung seit 2016, ca. 10 °C, ab 14, 18 €, Treffpunkt Voltastraße 5–6
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Dresdener Straße: 450-m-Tunnel, Angriff 3.2.1945, Grenzanlagen ab 1961, max. 20 Personen, ab 14, 18 €
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – OP-Bunker Teichstraße: Geschichte, ca. 70 Min., 18 €, ab 14, baulich barrierefrei
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Humboldthain Spezial: 55 €, 2,5 Std., ab 18, Schächte 60 cm, max. 2 m Körpergröße, Deutschkenntnisse, Winterpause
- www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/… – Humboldthain Extrem: 65 €, 3 Std., derzeit wegen Sicherungsmaßnahmen nicht angeboten
- www.berliner-unterwelten.de/mythos-germania/dauerausstellung.html – Mythos Germania: samstags 11–17 Uhr, 6 €/5 €, Tickets online oder vor Ort gegen Bargeld
- www.berliner-unterwelten.de/en/guided-tours/public-tours.html – Liste der englischsprachigen öffentlichen Touren, Sprachversionen der Website
- www.berlinstory.de/ – Berlin Story Bunker: Adresse, 365 Tage 10–19 Uhr, letzter Einlass 17:30, 18 €/12 €, nur Kartenzahlung, nicht rollstuhlgeeignet, Texte DE/EN, Audioguide-Sprachen, Besuchszeit ca. 3 Std., ein Ticket für alle Bereiche
- www.berlinstory.de/hitler-wie-konnte-es-geschehen/ – Dokumentation: über 3.000 m², drei Etagen, 38 Themenbereiche, Bunker von 1942, Führerbunker-Modell 1:25, Besuchsdauer 2–3 Std.
- de.wikipedia.org/wiki/Berlin_Story_Verlag – Berlin Story Bunker: Anhalter Hochbunker der Reichsbahn, GmbH-Struktur, Ukraine-Ausstellung seit Februar 2026
- www.berlin.de/museum/3109026-2926344-the-story-of-berlin.html – The Story of Berlin: wegen Bauarbeiten derzeit geschlossen (Seitenstand 28.04.2026)
- www.visitberlin.de/de/story-berlin – The Story of Berlin: »Momentan geschlossen«, kein Wiedereröffnungsdatum
- de.wikipedia.org/wiki/Mehrzweckanlage_Kudamm-Karree – Atomschutzbunker Ku’damm-Karree: Bau 1973/74, 3.592 Plätze, 14 Tage, Ausstellung seit Anfang 2019 geschlossen, Umbenennung in FÜRST; 16 Schutzräume für ca. 24.641 Menschen in West-Berlin 1989
- museen.de/the-story-of-berlin.html – Angabe einer geplanten Wiedereröffnung 2026 im FÜRST (unbestätigt, über Websuche)
- www.thf-berlin.de/ihr-besuch/fuehrungen/verborgene-orte – Tempelhof »Verborgene Orte«: Inhalt, Termine, ca. 2 Std., 17,50 €/12 €, WelcomeCard 25 %, Buchung ca. 4 Wochen vorher, keine Restkarten, nicht barrierefrei, Schuhwerk, keine Tiere/Kinderwagen/Rollstühle, Fotografieren privat erlaubt, Mindestteilnehmer 8, Treffpunkt CHECK-IN
- www.thf-berlin.de/ihr-besuch/fuehrungen/bunkermythen-debunked – Sonderführung mit Berliner Unterwelten e.V., 3,5 Std., alle Termine Sept./Okt. 2026 ausgebucht
- www.thf-berlin.de/ihr-besuch/fuehrungen/taschenlampenfuehrung – Taschenlampenführung: Kinder ab 10 in Begleitung, 90 Min., 12 €/9 €, saisonal ab Ende Oktober
- www.visitspandau.de/kiek-ma-/kunst-und-kultur/zitadelle/ – Zitadelle Spandau: Eintritt 4,50 €/2,50 €, Öffnungszeiten, Fledermauskeller täglich 12–17 Uhr, enthaltene Museen
- www.berlin.de/ba-spandau/ueber-den-bezirk/tourismus/fuehrungen/… – Fledermauskeller: ca. 200 tropische Fledertiere, Führungen des BAT e.V. nur mit telefonischer Anmeldung, Start 04.09.2026 (über Websuche)
- www.forthahneberg.de/fuehrungen-und-veranstaltungen/fuhrungen/ – Fort Hahneberg: Führungen sonnabends 14 und 16 Uhr, max. 25 Teilnehmer, Preise 9,50 €/5 €/25 €, festes Schuhwerk, Taschenlampe, Grenzstreifen ab 1961, Ticketshop fbs.forthahneberg.de
- www.forthahneberg.de/ – Fort Hahneberg: Artilleriefort, erbaut 1882–1888
- www.foerderband.org/projekte/die-wasserspeicher-im-prenzlauer-berg/ – Wasserspeicher Prenzlauer Berg: Bau 1852–1856, 8–10 °C, bis 99 Besucher, bis 20 Sek. Nachhall, Ende der Betreuung durch Förderband e.V. am 31.12.2025, Kulturamt Pankow
- unter-berlin.de/ – unter-berlin e.V.: Rundgänge »Prenzlauer Berg von unten« am 05.09. und 03.10.2026, Anmeldung erbeten
- nominatim.openstreetmap.org/ – Koordinaten Berlin Story Bunker, Flakturm Humboldthain, OP-Bunker Teichstraße, Unterwelten-Museum Brunnenstraße 105