„Bunker Hamburg“ meint heute meistens ein Gebäude, in das man gar nicht hineingeht: den Grünen Bunker an der Feldstraße, einen Flakturm von 1942, dessen 560 Meter langer Bergpfad seit Juli 2024 kostenlos auf einen Dachgarten in 58 Metern Höhe führt. Wer wirklich unter die Erde will, muss anderswo hin – in den Alten Elbtunnel (kostenlos, rund um die Uhr), in den Tiefbunker am Hauptbahnhof oder in den stillgelegten Schellfischtunnel in Altona, beide nur mit gebuchter Führung. Diese Seite trennt, was oft vermischt wird: frei zugängliche Orte, Führungen mit fester Kasse und reine Veranstaltungsorte wie den Musikclub Uebel & Gefährlich, der zwar im Bunker sitzt, aber kein Besuchsziel ist.
- TicketsFür den Grünen Bunker gibt es nichts zu buchen: Bergpfad und Dachgarten sind kostenlos und ticketfrei, am Fuß des Bergpfads zählt ein Drehkreuz die Besucher.
- Preiskostenlos, kein Ticket nötig – Grüner Bunker – Bergpfad und Dachgarten
- GeöffnetJeder Ort hat eigene Zeiten.
- Beste ZeitFür den Dachgarten: werktags kurz nach der Öffnung um 9 Uhr oder ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang.
- PlatzangstDer Grüne Bunker ist ein Außenerlebnis, hier wird niemandem eng.
Die Orte im Vergleich: frei zugänglich oder nur mit Führung
Grüner Bunker St. Pauli – Bergpfad und Dachgarten (Flakturm IV)
Der Hauptort und das, was fast alle meinen, wenn sie „Bunker Hamburg“ suchen: ein Flakturm von 1942, zwischen 2019 und 2024 um fünf Stockwerke aufgestockt, mit einem 560 Meter langen Bergpfad außen an der Fassade hinauf zu einem 1.400 m² großen öffentlichen Dachgarten in 58 Metern Höhe.
335 Stufen und Rampen auf einem bis zu sechs Meter breiten Weg, gesäumt von 4.700 Bäumen und Gehölzen und über 16.000 Stauden. Rundumblick auf Elbphilharmonie, Michel, Hafen, Fernsehturm und ins Millerntor-Stadion. Oben Rasenfläche, Bänke, Toiletten, im Sommer ein Kiosk. Im Aufbau sitzen das Hotel Reverb by Hard Rock (134 Zimmer), mehrere Gastronomien und eine Sport- und Veranstaltungshalle. Hunde, Kinderwagen, mitgebrachte Speisen sowie Glas- und Metallflaschen sind nicht erlaubt, Taschenkontrolle am Eingang, Rauchverbot.
kostenlos, kein Ticket (Stand 09/2026)
Grüner Bunker – Hilldegarden-Führung ins Innere (Ersatzleitstand)
Der einzige legale Weg in den historischen Teil des Flakturms. Der gemeinnützige Hilldegarden e.V. ist nach eigener Angabe als einziger autorisiert, auf dem Bunker zu führen, und zeigt als einziger den ehemaligen Ersatzleitstand des Gefechtsturms und die Munitionsdepots auf Level 0.
Treffpunkt ebenerdig rechts neben dem Eingang des grauen Bestandsbunkers, Blick in ein Original-Treppenhaus, dann per Fahrstuhl auf den „Kragen“, einmal außen um das Bauwerk, weiter auf Level 0 zum Ersatzleitstand, Abschluss in den Vereinsräumen auf Level 4 mit historischen Fotos. Danach kann man selbstständig über den Bergpfad zum Dachgarten. Die Einnahmen fließen in den Erinnerungsort und die Stadtteilarbeit. Auf Wunsch fast vollständig per Aufzug möglich – der Ersatzleitstand bleibt für Rollstuhlfahrende aber unzugänglich.
Erwachsene 20 €, Kinder 6–14 J. 10 €, unter 6 J. frei; Gruppen 7–15 Personen 25 € p. P., größere Gruppen 20 €, bis 6 Personen 150 € pauschal (Stand 09/2026)
Alter Elbtunnel (St.-Pauli-Elbtunnel)
426,5 Meter gekachelte Röhre unter der Norderelbe, 1911 für die Werft- und Hafenarbeiter eröffnet und seit 2003 denkmalgeschützt. Nach rund 15 Jahren Sanierung für etwa 130 Millionen Euro ist seit dem 4. Mai 2026 wieder beides offen.
Seit der Wiedereröffnung dient die Oströhre als Teil der Radroute 4 vor allem Radfahrern und Fußgängern, die sanierte Weströhre vor allem Fußgängern und dem Tourismus. Autos dürfen seit 2019 nicht mehr durch. Sehenswert sind die Majolikareliefs mit Meerestieren an den Wänden und die Keramikschilder mit Gefälleangaben; in der Tunnelmitte steht „Fahrbahnhöhe −15,8 m Hmbg. Null = 21 Meter unter Mittl. Hochwasser“. Auf der Steinwerder Seite wartet die beliebteste Gratis-Aussicht auf die Landungsbrücken.
kostenlos für Fußgänger und Radfahrer (Stand 09/2026)
Tiefbunker Steintorwall am Hauptbahnhof (Hamburger Unterwelten e.V.)
Dreistöckige unterirdische Anlage direkt neben dem Hauptbahnhof, 1941–1943 als Luftschutzbunker gebaut und ab Mitte der 1960er Jahre zur Zivilschutzanlage des Kalten Krieges umgerüstet – mit 2.702 Schutzplätzen der größte nach dem Krieg wieder instand gesetzte Tiefbunker der Stadt.
Der Rundgang führt durch viele der über 150 Räume auf mehr als 2.700 Quadratmetern, durch bis zu achtzig Meter lange Gänge hinter bis zu 3,75 Meter starken Betonwänden, vorbei an Drucktüren, Filter- und Notstromanlagen von 1969. Ganzjährig etwa 12 °C, Deckenhöhe rund 2,60 m, absolutes Rauchverbot, keine Toiletten, nicht barrierefrei, Mindestalter 12 Jahre. Treffpunkt ist die geöffnete Bodenklappe auf dem Bahnhofsvorplatz Seite Steintorwall zwischen zwei Imbissen.
12 €, ermäßigt 10 € (Stand 09/2026)
Schellfischtunnel Altona (Hamburger Unterwelten e.V.)
Ein 1876 eröffneter, heute 960 Meter langer Eisenbahntunnel, der den Altonaer Bahnhof mit den Kaianlagen an der Elbe verband. Über ihn kam der fangfrische Seefisch in die Stadt – daher der Spitzname. Seit 1993 stillgelegt und seitdem unverändert.
Der einzige Ort dieser Liste, an dem man eigene Ausrüstung braucht: funktionsfähige Taschenlampe (Handylampe reicht nicht, Stirnlampen sind unerwünscht), festes, geschlossenes Schuhwerk, empfohlen eine FFP2-Maske wegen Tauben am Eingang und Zementstaub im Gleisbett. Der Tunnel ist standsicher, aber nicht verkehrssicher – nur Notbeleuchtung, unbefestigter Untergrund, Teilnahme auf eigene Gefahr mit unterschriebener Haftungsfreistellung. Ganzjährig etwa 12 °C, Mindestalter 12 Jahre, keine Toiletten. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzraum.
10 €, ermäßigt 8 € (Stand 09/2026)
Mehrzweckanlage Harburg-Rathaus (Hamburger Unterwelten e.V.)
Hamburgs größte Mehrzweckanlage: eine S-Bahn-Station, die in Friedenszeiten Bahnhof ist und im Ernstfall als ABC-Schutzraum gedient hätte. Vorbild war Rotterdam, die erste europäische Stadt, die ihre unterirdischen Bahnstationen so ausbaute.
Täglich laufen rund 44.000 Menschen an den vielen unauffälligen Türen der Station vorbei – die Tour erklärt, was dahinterliegt und wie die Schutzfunktion im Ernstfall funktioniert hätte. Deckenhöhe rund 2,60 m, ganzjährig etwa 12 °C, Rauchverbot, keine Toiletten, nicht barrierefrei, Mindestalter 12 Jahre; bei Schimmelpilzallergie abwägen, FFP2-Maske empfohlen.
12 €, ermäßigt 10 € (Stand 09/2026)
Bunkermuseum Hamburg-Hamm
Das einzige Bunkermuseum der Stadt: ein unterirdischer Vier-Röhren-Bunker von 1940/41 auf dem Grundstück der Wichernkirche, rund fünf Meter tief, mit nachgebauter Einrichtung wieder so hergerichtet, wie hier Menschen die Bombennächte verbrachten.
Vier Röhren von je zwei Metern Breite, 17 Metern Länge und 2,25 Metern lichter Höhe boten je 50 Menschen Platz – zusammen mit Gasschleuse, Trockentoiletten am Röhrenende, Handlüftern und einem Meter Beton über dem Kopf. Solche Typenbauten gibt es etliche in Hamburg, aber sie sind nach der Räumung fast alle geflutet und nicht begehbar. Die Ausstellung stellt Erinnerungen von Zeitzeugen aus Hamm denen von Bewohnern des Londoner Stadtteils Holborn gegenüber. Warme Kleidung ist auch im Sommer angeraten; es gibt kein WC, und barrierefrei ist der Bunker nicht.
Erwachsene 3 €, Kinder bis 12 Jahre 1,50 € (Stand 09/2026)
Zombeck-Turm Hasselbrook
Ein seltener Rundbunker der Bauart Zombeck, dessen Inneres eine durchgehende Spiralrampe statt Treppen hat. Hamburgs erste Bunkerbauten waren von diesem Typ. Zu besichtigen nur an einzelnen Terminen mit dem Stadtführer von vergangenundvergessen.
Thema ist neben der ungewöhnlichen Bauform vor allem der Feuersturm im Juli 1943, der Hamm, Hammerbrook, Borgfelde und Rothenburgsort zerstörte – und die Frage, was mit solchen Bauten nach dem Krieg geschah. Der Turm ist bei GetYourGuide zum selben Preis gelistet wie beim Anbieter selbst. Nicht zu verwechseln mit dem zweiten erhaltenen Zombeck-Turm an der Moorweide in Rotherbaum, der nicht zu besichtigen ist.
12,50 € für Erwachsene (Stand 09/2026)
Energiebunker Wilhelmsburg (Flakturm VI)
Der zweite Hamburger Flakturm, 1942–1944 gebaut, nach dem Krieg von den Briten innen gesprengt und 60 Jahre lang Ruine. Seit dem Umbau durch die IBA ist er ein Kraftwerk für erneuerbare Energie – mit einer Aussichtsplattform in rund 30 Metern Höhe und einem Café in einem der Flaktürmchen.
Die einzige Bunkeraussicht Hamburgs, die barrierefrei zugänglich ist und auf der Hunde willkommen sind – der direkte Gegenentwurf zum Grünen Bunker. Im Inneren arbeiten Wärmespeicher, Biomethan-Blockheizkraftwerk, Holzfeuerung und eine rund 2.000 m² große Solarhülle; die Anlage liefert Strom für etwa 1.500 Haushalte und Wärme für 1.700 Wohnungen. Die Führung zeigt Aussichtsterrasse, Flakturm, Dachterrasse und Energiezentrale. Blick über die Elbinsel, den Hafen bis zu den Harburger Bergen.
Plattform und öffentliche Führung kostenlos; historischer Rundgang der Geschichtswerkstatt 8 € (Stand 09/2026)
Tickets und Preise
Für den Grünen Bunker gibt es nichts zu buchen: Bergpfad und Dachgarten sind kostenlos und ticketfrei, am Fuß des Bergpfads zählt ein Drehkreuz die Besucher. Für alles, was wirklich unter die Erde führt, gilt das Gegenteil: Die Touren der Hamburger Unterwelten e.V. werden ausschließlich über deren Buchungsportal (Regiondo) verkauft, mit festen Terminen, die der Verein schubweise freischaltet. Die Führungen von vergangenundvergessen laufen an einzelnen, auf der eigenen Seite angekündigten Terminen. Die Hilldegarden-Führung im Grünen Bunker braucht mindestens acht Teilnehmende und wird über den Vereinsshop verkauft.
Offizielle Preise
- Grüner Bunker – Bergpfad und Dachgartenkostenlos, kein Ticket nötig
- Grüner Bunker – öffentliche Hilldegarden-Führung (90 Min., 1. Sonntag im Monat), Erwachsene20 €
- Grüner Bunker – Hilldegarden-Führung, Kinder 6–14 Jahre / unter 6 Jahren10 € / frei
- Grüner Bunker – Hilldegarden-Gruppenführung 7–15 Personen / größere Gruppen / bis 6 Personen25 € p. P. / 20 € p. P. / 150 € pauschal
- Grüner Bunker – Hilldegarden-Vortrag (45 Min.) in den Vereinsräumen, Level 415 € p. P., ab 15 Personen 10 €
- Alter Elbtunnel – Fußgänger und Radfahrerkostenlos
- Tiefbunker Steintorwall (Hamburger Unterwelten), regulär / ermäßigt12 € / 10 €
- Schellfischtunnel Altona (Hamburger Unterwelten), regulär / ermäßigt10 € / 8 €
- Mehrzweckanlage Harburg-Rathaus (Hamburger Unterwelten), regulär / ermäßigt12 € / 10 €
- Bunkermuseum Hamburg-Hamm, Erwachsene / Kinder bis 12 Jahre3 € / 1,50 €
- Zombeck-Turm Hasselbrook (vergangenundvergessen), Erwachsene12,50 €
- Rundgang „unterm Hafen“ mit Alter-Elbtunnel-Querung (vergangenundvergessen), 2,5 Std.22,50 €
- Bunkertour „unter der Reeperbahn“ (vergangenundvergessen), Erwachsene / Kinder20 € / 15 €
- Energiebunker Wilhelmsburg – Aussichtsplattform und öffentliche Führung Sa/Sokostenlos
- Energiebunker – historischer Rundgang der Geschichtswerkstatt (Anmeldung nötig)8 €
Stand 09/2026 · Quelle und Direktbuchung: bunker-stpauli.de
Wenn alles ausgebucht ist
Sehr wohl ein Thema: Beim Abruf am 20.09.2026 waren im Shop der Hamburger Unterwelten der Tiefbunker Steintorwall und die Großrohrpost-Wanderung als „Ausverkauft“ markiert, buchbar waren Schellfischtunnel und Stadtspaziergang. Der Verein führt ausdrücklich keine Wartelisten und bittet, von Anfragen per E-Mail abzusehen; er schaltet laufend neue Termine frei.
Online buchbar: Bunkerführungen und Untergrund-Rundgänge
Für den Grünen Bunker zahlt man hier die Begleitung, nicht den Zutritt: Bergpfad und Dachgarten sind kostenlos, ein Ticket gibt es dafür gar nicht. Beim Zombeck-Turm und beim Elbtunnel-Rundgang verlangt der Wiederverkäufer denselben Preis wie der Anbieter selbst und legt kostenlose Stornierung dazu – ins historische Innere des Flakturms führt dagegen nur der Hilldegarden e.V., buchbar ausschließlich im Vereinsshop.
Hamburg: Tour auf dem Grünen Bunker in St. Pauli
Hamburg: Rundgang auf dem Grünen Bunker auf St. Pauli - unser Original
Grüner Bunker Tour auf St. Pauli – das Original
Hamburg: Rundgang durch den Alten Elbtunnel und die Geschichte des Hafens
Alle 5 Angebote zeigen
Hamburg: Führung durch den Zombeck-Turm-Bunker in Hasselbrook
Buchung über GetYourGuide (Partnerlink, Werbung). Meist kostenlos stornierbar bis 24 Stunden vorher. Preise Stand 19.09.2026.
Öffnungszeiten und beste Zeit
Jeder Ort hat eigene Zeiten. Grüner Bunker (Bergpfad und Dachgarten): täglich 9–21 Uhr von Mai bis September, 9–17 Uhr von Oktober bis April; an Feiertagen abweichend. Alter Elbtunnel: für Fußgänger und Radfahrer rund um die Uhr, einzige feste Sperrung in der Silvesternacht von 21 bis 4 Uhr; die gläsernen Personenaufzüge fahren durchgehend, die großen Lastenaufzüge Mo–Fr 5:30–20 Uhr, Sa/So/Feiertag 10–18 Uhr (bei Großveranstaltungen länger). Tiefbunker Steintorwall, Schellfischtunnel und Mehrzweckanlage Harburg: keine Öffnungszeiten, nur einzelne Führungstermine im Online-Kalender der Hamburger Unterwelten. Bunkermuseum Hamm: nur donnerstags 10–12 und 15–18 Uhr, letzter Einlass 17:15 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Energiebunker Wilhelmsburg: Fr 12–17 Uhr, Sa und So 11–18 Uhr. Hilldegarden-Führung im Grünen Bunker: öffentlich derzeit nur am ersten Sonntag im Monat, 11:00–12:30 Uhr.
Wann es am ruhigsten ist
Für den Dachgarten: werktags kurz nach der Öffnung um 9 Uhr oder ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang. An warmen Wochenenden staut es sich am Drehkreuz, weil oben nur 900 Menschen gleichzeitig sein dürfen; rund 4.000 Besucher pro Tag gehen nach Betreiberangaben über den Bergpfad. Im Winter schließt der Bergpfad schon um 17 Uhr – der Sonnenuntergang von oben ist dann nur zwischen Oktober und Februar überhaupt zu schaffen. Unter Tage spielt das Wetter keine Rolle, dafür der Buchungskalender: Termine der Hamburger Unterwelten sind oft Wochen im Voraus weg. Der Alte Elbtunnel ist tagsüber ein Fahrradkorridor; wer Fotos ohne Menschen will, kommt abends oder nachts.
Für wen geeignet?
Mit Kindern
Sehr unterschiedlich. Bergpfad und Dachgarten sind für Kinder unproblematisch, aber es sind 335 Stufen und Rampen – Kinderwagen sind nicht erlaubt. Der Alte Elbtunnel ist der kinderfreundlichste Ort der Liste: kostenlos, ebener Boden, Aufzüge, laut und beeindruckend. Das Bunkermuseum Hamm ist klein, anschaulich und für Grundschulkinder geeignet. Die drei Anlagen der Hamburger Unterwelten dagegen haben wegen der Themen ein Mindestalter von 12 Jahren.
Mindestalter
Tiefbunker Steintorwall, Schellfischtunnel und Mehrzweckanlage Harburg: ab 12 Jahren, unter 18 nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Stadtspaziergänge der Hamburger Unterwelten ab 7 Jahren. Für Grünen Bunker, Elbtunnel, Bunkermuseum und Energiebunker gibt es kein Mindestalter.
Rollstuhl
Der wunde Punkt. Der Dachgarten des Grünen Bunkers ist nicht regulär barrierefrei: Der Bergpfad hat Treppen, und die Aufzüge sind nicht öffentlich freigegeben – Menschen mit eingeschränkter Mobilität fahren nach einer Zwischenlösung zunächst auf Ebene 0 und werden von der Security in einem zweiten Aufzug begleitet. Hilldegarden kritisiert das offen, hat aber keine Entscheidungsmacht. Die Vereinsführung selbst lässt sich auf Wunsch fast vollständig per Aufzug durchführen (nur der Ersatzleitstand bleibt unzugänglich); eine öffentliche Rollstuhltoilette gibt es auf Level 0 mit Euroschlüssel. Der Alte Elbtunnel ist über die Personenaufzüge stufenfrei. Der Energiebunker ist laut Betreiber barrierefrei zugänglich. Nicht barrierefrei: sämtliche Anlagen der Hamburger Unterwelten und das Bunkermuseum Hamm.
Kinderwagen
Auf Bergpfad und Dachgarten des Grünen Bunkers nicht erlaubt. Im Alten Elbtunnel dank der Aufzüge problemlos. Für die Führungen unter Tage praktisch ausgeschlossen.
Hunde
Grüner Bunker: Hunde dürfen weder auf den Bergpfad noch auf den Dachgarten. Hamburger Unterwelten: keine Haustiere. Energiebunker/Café vju: Hunde ausdrücklich willkommen. Im Alten Elbtunnel sind Hunde an der Leine üblich – eine Hundegebühr gab es zuletzt 1911 (zehn Pfennig).
Platzangst
Der Grüne Bunker ist ein Außenerlebnis, hier wird niemandem eng. Eng wird es bei den Hamburger Unterwelten: Der Verein weist ausdrücklich darauf hin, dass Klaustrophobie und Angststörungen zu bedenken sind – im Tiefbunker und in Harburg liegt die Deckenhöhe bei rund 2,60 m, und im Schellfischtunnel geht es zwei Kilometer weit über Gleise und Schotter bei Notbeleuchtung. Der Alte Elbtunnel ist hell, breit und belebt.
Kleidung
Unter Tage ganzjährig etwa 12 °C – Jacke mitnehmen, auch im August. Für die Hamburger Unterwelten sind festes, geschlossenes Schuhwerk Pflicht; für den Schellfischtunnel zusätzlich eine eigene, funktionsfähige Taschenlampe (Handylampe reicht ausdrücklich nicht, Stirnlampen sind unerwünscht) und wegen Tauben im Eingangsbereich und Zementstaub im Gleisbett eine FFP2-Maske. Auf dem Bergpfad ist es windig – dort zählt eher Windjacke als Pulli.
Fotografieren
Auf dem Grünen Bunker frei. Bei den Hamburger Unterwelten ist Fotografieren für den privaten Gebrauch auf den meisten Führungen erlaubt, Video und Stativ nicht; jede Veröffentlichung, auch auf privaten Seiten, braucht eine schriftliche Genehmigung. Am Eingang des Grünen Bunkers gibt es Taschenkontrollen: Glas- und Metallflaschen sowie mitgebrachte Speisen müssen draußen bleiben, Rauchen ist verboten.
Anreise
Mit Bus und Bahn
Grüner Bunker: U3 Feldstraße, Ausgang direkt am Heiligengeistfeld, dazu die Buslinien 3, X3 und 17 mit Halt vor dem Gebäude; alternativ U1 Messehallen und zehn Minuten zu Fuß. Der Eingang zum Bergpfad liegt an der Nordseite an der Feldstraße. Alter Elbtunnel: S1/S3 und U3 Landungsbrücken, Nordeingang im Kuppelgebäude. Tiefbunker Steintorwall: Hauptbahnhof, Ausgang Steintorwall/Spitalerstraße. Schellfischtunnel: S-Bahn Hamburg-Altona, Treffpunkt Präsident-Krahn-Straße neben dem Check-in der Autoverladung. Mehrzweckanlage: S-Bahn Harburg Rathaus. Bunkermuseum Hamm: U2 oder Bus 116 bis Rauhes Haus. Energiebunker: Wilhelmsburg, Neuhöfer Straße 7. Zombeck-Turm: Hasselbrookstraße 174.
Mit dem Auto
Rund um den Grünen Bunker ist Parken im Karo- und Schanzenviertel aussichtslos, erst recht an Spieltagen des FC St. Pauli und während des Hamburger DOM auf dem Heiligengeistfeld. Behindertenparkplätze gibt es laut Kulturlotse in 300–450 m Entfernung (Glashüttenstraße, Karolinenstraße). Die Hamburger Unterwelten schreiben zu allen ihren Anlagen, dass kaum Parkplätze zur Verfügung stehen, und empfehlen ausdrücklich den ÖPNV.
Ab der nächsten Stadt
Alle Orte liegen im Stadtgebiet und sind mit dem HVV in 10–35 Minuten ab Hauptbahnhof erreichbar. Weiteste Wege: Energiebunker Wilhelmsburg und die Mehrzweckanlage in Harburg.
Tipps für den Besuch
- Erst entscheiden, was man eigentlich will: Aussicht oder Untergrund. Der Grüne Bunker ist Aussicht und kostet nichts; unter die Erde kommt man nur im Alten Elbtunnel (kostenlos), im Bunkermuseum Hamm (3 €) oder mit einer gebuchten Führung.
- Für die Hamburger Unterwelten mehrere Wochen vorher in den Buchungskalender schauen. Der Verein führt keine Wartelisten, schaltet aber laufend neue Termine frei – wer „Ausverkauft“ liest, sollte in ein paar Tagen wieder nachsehen statt zu mailen.
- Auf dem Bergpfad zählt die Uhrzeit mehr als das Wetter: werktags kurz nach 9 Uhr ist oben fast niemand, an warmen Wochenendnachmittagen steht man am Drehkreuz, weil nur 900 Personen gleichzeitig auf den Dachgarten dürfen.
- Getränk vorher einpacken, aber richtig: Am Eingang wird die Tasche kontrolliert, Glas- und Metallflaschen sowie mitgebrachte Speisen müssen draußen bleiben. Eine Plastikflasche geht durch.
- Wer nicht 335 Stufen steigen kann, fährt besser nach Wilhelmsburg: Der Energiebunker hat eine barrierefreie Aussichtsplattform, kostenlose Führungen am Wochenende – und Hunde dürfen mit.
- Für den Schellfischtunnel eine echte Taschenlampe mitnehmen, mit geladenem Akku oder Ersatzbatterien. Die Handylampe wird vom Verein ausdrücklich als nicht ausreichend bezeichnet, Stirnlampen blenden die anderen.
- Alten Elbtunnel abends oder nachts gehen: Tagsüber gehört er den Radfahrern, abends hat man die Kacheln und die Reliefs fast für sich. Der Tunnel ist außer in der Silvesternacht immer offen.
- Vor der Fahrt nach Hamm den Kalender prüfen: Das Bunkermuseum öffnet nur donnerstags und bleibt an Feiertagen zu. Dafür braucht es keine Anmeldung und kostet drei Euro.
- Wer den Grünen Bunker mit Kindern plant: Kinderwagen sind nicht erlaubt, Trage mitnehmen. Und einplanen, dass man vom Dachgarten nur einen Teil des Millerntor-Stadions sieht – das Dach der Nordtribüne verdeckt das Spielfeld.
Was oft falsch im Netz steht
So steht es auf mehreren Hamburg-Portalen, unter anderem bei kaeptn-hamburg.de und im Barrierefrei-Magazin. Tatsächlich sind die Aufzüge laut t-online nicht für die Öffentlichkeit freigegeben, und Hilldegarden e.V. schreibt in den eigenen FAQ, der Dachgarten sei nicht grundsätzlich barrierefrei und man setze sich seit Jahren gegen willkürliche Regeln und Auskünfte über Krankheitsbilder gegenüber dem Sicherheitspersonal ein. Merian beschreibt den Stand 2026 als Zwischenlösung: Fahrt bis Ebene 0, dann Begleitung durch die Security in einem zweiten Aufzug.
Die Zahl stammt von der Projektseite bunker-stpauli.de und wird überall nachgedruckt. Der Hilldegarden e.V., der die Bauakten ausgewertet hat, datiert die Bauzeit nach neuerem Forschungsstand auf April 1942 bis in den Sommer 1943; noch im Mai 1943 verzögerte sich der Innenausbau, sodass Schutzsuchende in provisorischen Räumen ohne Treppengeländer untergebracht wurden.
Das war kein Fassungsvermögen, sondern ein Notstand. Ausgelegt war der Flakturm IV laut Wikipedia für 18.000 Personen; die bis zu 25.000 sind die Zahl derer, die sich während der schweren Angriffe im Sommer 1943 tatsächlich hineindrängten.
Uebel & Gefährlich ist ein Mieter im Altbau und öffnet ausschließlich zu Konzerten und Klubabenden – der Kalender weist Einlasszeiten ab 19 Uhr aus. Das Gebäude beherbergt daneben Hotel, Gastronomie, Studios und eine Veranstaltungshalle. Mit dem kostenlosen Bergpfad und dem Dachgarten hat der Club nichts zu tun; eine Besichtigung des Clubs gibt es nicht.
Das galt von Juni 2019 bis Frühjahr 2026. Seit dem 4. Mai 2026 sind beide Röhren wieder freigegeben: die Oströhre als Teil der Radroute 4 für Radfahrer und Fußgänger, die sanierte Weströhre vor allem für Fußgänger und die touristische Nutzung.
So schreibt es landungsbruecken-hamburg.de, und so einfach ist es nicht. Nach der Wiedereröffnung teilen sich Radfahrer und Fußgänger die Oströhre als Radroute 4, während die Weströhre dem Fußverkehr und dem Tourismus vorbehalten ist. Autos dürfen seit 2019 gar nicht mehr durch – auch nicht nach der Sanierung.
Bergpfad und Dachgarten sind kostenlos und ticketfrei, kontrolliert wird nur die Zahl der Besucher am Drehkreuz. Die auf Buchungsportalen für 22 bis 24 € angebotenen „Bunker-Touren“ sind Stadtführungen über genau diesen frei zugänglichen Weg – bezahlt wird die Begleitung, nicht der Zutritt. Ins historische Innere des Flakturms führt nach eigener Angabe nur der Hilldegarden e.V.
Merian nennt fünf Meter Wandstärke, die Projektseite bis zu 3,8 Meter für Wand und Decke, Wikipedia 3,5 Meter Wand und fünf Meter Decke. Die fünf Meter gehören zur Decke, nicht zu den Wänden. Ähnlich ungenau kursieren die Maße des Baukörpers: Er misst 75 × 75 Meter und war ursprünglich 38 Meter hoch – nicht 70 × 70 Meter und 40 Meter, wie es auf Reiseblogs steht.
Gebaut wurde er 1941–1943, zu sehen ist aber der Kalte Krieg. Was den Rundgang ausmacht – Drucktüren, Lüftungs-, Filter- und Notstromanlagen, 2.702 Schutzplätze –, stammt aus dem Umbau, der Ende 1969 abgenommen wurde.
Geschichte in Kürze
- Der Führerbefehl zum Bau von Flaktürmen erging am 9. September 1940 zunächst für Berlin und wurde bis Ende 1942 auf Wien und Hamburg ausgedehnt; entworfen wurden die Türme unter Albert Speer von Friedrich Tamms, gebaut von der Organisation Todt.
- Von drei für Hamburg geplanten Gefechtstürmen entstanden nur zwei: Flakturm IV auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli und Flakturm VI in Wilhelmsburg. Der dritte, im Osten der Stadt vorgesehen, scheiterte an der Materialknappheit.
- Nach heutigem Forschungsstand des Hilldegarden e.V. wurde der Flakturm IV zwischen April 1942 und Sommer 1943 errichtet – nicht, wie oft zu lesen, in 300 Tagen des Jahres 1942. Beteiligt waren bis zu 2.400 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die selbst bei Luftangriffen keinen Zutritt zum Bunker hatten.
- Ausgelegt war der Schutzraum für 18.000 Menschen; während der schweren Angriffe im Sommer 1943 drängten sich zeitweise bis zu 25.000 Menschen darin.
- 1911 war Hamburg schon einmal unterirdisch Vorreiter: Der St.-Pauli-Elbtunnel eröffnete nach vierjähriger Bauzeit im Druckluftverfahren, weil die Hafenfähren den Arbeiterstrom zu den Werften auf Steinwerder nicht mehr bewältigten. Für Fußgänger war er von Anfang an kostenlos.
- Schon 1876 ging in Altona der Hafenbahntunnel in Betrieb, über den später die Fischindustrie versorgt wurde – im Volksmund Schellfischtunnel. 1993 endete der Bahnbetrieb, seither liegt er still.
- Im Juli 1947 verhinderte die Wohnungsnot die Sprengung des Flakturms IV; in den frühen 1950er Jahren diente ein Teil der Räume als Notunterkunft für Frauen und Kinder, die zu Hause Gewalt erlebten. 1949 zog der NWDR ein, 1952 wurde aus dem Bunker die erste Tagesschau gesendet.
- Im Kalten Krieg rüstete Hamburg alte Bunker zu Zivilschutzanlagen um: Am Steintorwall begannen die Arbeiten Mitte der 1960er Jahre, Ende 1969 wurde die Anlage mit 2.702 Schutzplätzen übergeben. Nach demselben Gedanken wurden Bahnstationen wie Harburg-Rathaus zu Mehrzweckanlagen ausgebaut.
- 1990 wurde der Flakturm IV zum Medienzentrum umgebaut; 1993 erwarb Thomas Matzen das Erbbaurecht, das inzwischen bis 2099 läuft. Es folgten Musikclub, Kammerkonzertsaal, Medienhochschule und ein Musikinstrumentenhandel.
- 2013 schlug der Stadtplaner Mathias Müller-Using vor, den Bunker zu begrünen – Friedensreich Hundertwasser hatte 1992 im Hamburger Abendblatt schon eine ähnliche Vision gezeichnet. Ab 2019 wurde aufgestockt, im September 2023 die letzte Treppe des Bergpfads montiert, am 5. Juli 2024 öffneten Bergpfad und Dachgarten.
- Am 4. Mai 2026 gab die Hamburg Port Authority die sanierte Weströhre des Alten Elbtunnels frei – nach rund 15 Jahren Bauzeit und insgesamt etwa 130 Millionen Euro.
Häufige Fragen
Was kostet der Besuch auf dem Grünen Bunker in Hamburg?
Nichts. Bergpfad und Dachgarten sind kostenlos zugänglich, ein Ticket braucht man nicht. Geld kostet nur, was zusätzlich dazukommt: die Führung des Hilldegarden e.V. ins Innere für 20 € oder Gastronomie und Hotel im Aufbau. Wer auf Buchungsportalen 22 bis 24 € für eine „Bunker-Tour“ zahlt, bezahlt eine Stadtführung über den ohnehin freien Weg.
Wie sind die Öffnungszeiten des Grünen Bunkers?
Täglich von 9 bis 21 Uhr zwischen Mai und September und von 9 bis 17 Uhr zwischen Oktober und April; an Feiertagen kann es abweichen. Der Aufstieg wird kurz vor Schluss nicht mehr freigegeben, also nicht auf den letzten Drücker kommen.
Kann man den Bunker an der Feldstraße von innen besichtigen?
Nur mit der Führung des Hilldegarden e.V. Der Verein ist nach eigener Angabe als einziger autorisiert, auf dem Bunker zu führen, und zeigt als einziger den ehemaligen Ersatzleitstand des Gefechtsturms. Die öffentliche Tour läuft derzeit am ersten Sonntag im Monat von 11 bis 12:30 Uhr und kostet 20 € (Kinder 6–14 Jahre 10 €), Mindestteilnehmerzahl acht Personen. Alle anderen Angebote führen außen herum.
Wie viele Stufen hat der Bergpfad, und wie lange dauert der Aufstieg?
335 Stufen, verteilt über einen 560 Meter langen, bis zu sechs Meter breiten Weg mit Rampen, hinauf auf 58 Meter. Für Aufstieg, Dachgarten und Abstieg sollte man 60 bis 90 Minuten einplanen. Wer nur hoch und wieder runter will, schafft es in einer guten halben Stunde.
Ist der Grüne Bunker mit Rollstuhl oder Kinderwagen zu schaffen?
Kinderwagen sind auf Bergpfad und Dachgarten nicht erlaubt, Hunde ebenfalls nicht. Rollstuhlfahrende kommen nicht regulär hinauf: Die Aufzüge sind nicht öffentlich freigegeben, für mobilitätseingeschränkte Menschen gilt eine personalintensive Zwischenlösung mit Begleitung durch die Security. Barrierefreie Bunkeraussicht gibt es stattdessen im Energiebunker Wilhelmsburg – kostenlos und mit Hund.
Warum ist auf dem Bunker manchmal Wartezeit?
Weil auf dem Dachgarten gleichzeitig nur 900 Menschen sein dürfen. Ein Drehkreuz am Fuß des Bergpfads zählt mit; ist die Grenze erreicht, geht es nicht weiter. Nach Betreiberangaben sind es rund 4.000 Besucher am Tag, an Wochenenden deutlich mehr. Werktags um 9 Uhr ist es leer.
Wo kommt man in Hamburg wirklich unter die Erde?
Im Alten Elbtunnel (kostenlos, rund um die Uhr), im Bunkermuseum Hamburg-Hamm (donnerstags, 3 €) sowie mit gebuchter Führung im Tiefbunker Steintorwall am Hauptbahnhof, im stillgelegten Schellfischtunnel in Altona und in der Mehrzweckanlage Harburg-Rathaus. Der Grüne Bunker und der Energiebunker sind Hochbunker – dort geht es nach oben, nicht nach unten.
Was kostet der Alte Elbtunnel und wann ist er geöffnet?
Für Fußgänger und Radfahrer ist er kostenlos und grundsätzlich rund um die Uhr geöffnet; gesperrt wird nur in der Silvesternacht von 21 bis 4 Uhr. Die gläsernen Personenaufzüge fahren durchgehend, die großen Lastenaufzüge werktags von 5:30 bis 20 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Zu Fuß braucht man 10 bis 15 Minuten je Richtung.
Ist der Alte Elbtunnel nach der Sanierung wieder ganz offen?
Ja. Am 4. Mai 2026 wurde die sanierte Weströhre freigegeben, damit sind nach rund 15 Jahren Bauzeit beide Röhren wieder zugänglich. Die Oströhre gehört als Teil der Radroute 4 vor allem Radfahrern und Fußgängern, die Weströhre vor allem Fußgängern und dem Tourismus. Autos bleiben draußen – für sie ist der Tunnel seit 2019 gesperrt.
Wie bekommt man Tickets für die Hamburger Unterwelten?
Ausschließlich über das Buchungsportal des Vereins, mit festen Terminen. Es gibt keine Tageskasse und keine Wartelisten; ist ein Termin ausverkauft, hilft nur, in ein paar Tagen wieder nachzusehen, weil laufend neue Termine freigeschaltet werden. Tiefbunker Steintorwall und Mehrzweckanlage Harburg kosten 12 € (ermäßigt 10 €), der Schellfischtunnel 10 € (ermäßigt 8 €).
Wie kalt ist es in den Hamburger Bunkern – was soll man anziehen?
Unter Tage liegt die Temperatur sommers wie winters bei etwa 12 °C. Eine Jacke gehört also auch im August dazu, ebenso festes, geschlossenes Schuhwerk. Für den Schellfischtunnel kommen eine eigene Taschenlampe und eine FFP2-Maske hinzu, auf dem Bergpfad des Grünen Bunkers ist eher eine Windjacke gefragt.
Sind die Bunkertouren für Kinder geeignet?
Nicht alle. Tiefbunker Steintorwall, Schellfischtunnel und Mehrzweckanlage Harburg haben wegen der Themen ein Mindestalter von 12 Jahren, Minderjährige nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Gut geeignet sind der Alte Elbtunnel, das Bunkermuseum Hamm und der Energiebunker; auf dem Bergpfad geht es nur ohne Kinderwagen.
Ist Uebel & Gefährlich der Bunker, den alle meinen?
Der Club sitzt im selben Gebäude, ist aber nur ein Mieter und ausschließlich zu Konzerten und Klubabenden geöffnet. Wer „Bunker Hamburg“ sucht, meint meistens den kostenlosen Dachgarten – ein drittes Publikum sucht schlicht Tickets für eine Veranstaltung. Eine Besichtigung des Clubs gibt es nicht.
Lohnt sich der Grüne Bunker überhaupt?
Als Aussichtspunkt ja: Der Rundumblick auf Elbphilharmonie, Michel, Hafen und Millerntor ist einer der besten der Stadt und kostet nichts. Als Bunkerbesichtigung nein – man geht außen herum, Erklärungen gibt es nur auf Infotafeln. Wer den Bau selbst verstehen will, bucht die Hilldegarden-Führung oder fährt in den Tiefbunker am Hauptbahnhof.
Quellen
36 Quellen anzeigen – alle Angaben dieser Seite sind belegt
- www.bunker-stpauli.de/ – Grüner Bunker: Grundfläche 75 × 75 m, Wand-/Deckenstärke bis 3,8 m, knapp 50 bzw. rund 58 m Höhe, Bergpfad 560 m, 4.700 Bäume und Gehölze, über 7.600 m² öffentliche Grünflächen, Eröffnung 5. Juli 2024, bis zu 25.000 Schutzsuchende, Hotel Reverb by Hard Rock, Hilldegarden e.V., MIPIM-Award 2025
- de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Bunker – Flakturm IV: ursprünglich 38 m hoch, Wandstärke 3,5 m, Decke 5 m, Kapazität 18.000 Personen, Dachgarten 1.400 m², Adresse Feldstr. 66, Koordinaten, Erbbaurecht Matzen bis 2099, Kosten rund 60 Mio. €, Medienbunker ab 1990, Uebel & Gefährlich, Bergpfad-Montage 2023
- de.wikipedia.org/wiki/Flakturm_IV – Hamburger Flaktürme: Führerbefehl 1940, Tamms/Speer, Organisation Todt, nur zwei von drei geplanten Gefechtstürmen, Bauzeit 1942–1944, autarke Auslegung
- www.hilldegarden.org/bunker-fuehrungen/ – Führungspreise 2026, öffentliche Termine am 1. Sonntag im Monat 11–12:30 Uhr, Mindestteilnehmerzahl 8, Gruppenpreise, Vortragspreise, Ablauf über Kragen und Level 0 zum Ersatzleitstand, Barrierefreiheit per Fahrstuhl, Rollstuhltoilette Level 0, Alleinstellung als autorisierter Anbieter
- www.hilldegarden.org/faq/ – Dachgarten nicht grundsätzlich barrierefrei, Aufzugsfrage, Zuständigkeit des Vermieters/Betreibers EHP, Gemeinnützigkeit des Vereins
- www.hilldegarden.org/informations-und-erinnerungsort/ – Bauzeit nach neuerem Forschungsstand April 1942 bis Sommer 1943, bis zu 2.400 Zwangsarbeitende ohne Zutritt bei Luftangriffen, Flakhelfer, Nachkriegsnutzung, NWDR ab 1949
- www.hilldegarden.org/aussen/ – Flächen: 1.437 m² Dachgarten, 1.750 m² Kragen, 2.238 m² unterer Bergpfad, Urban-Gardening-Hochbeete
- www.hilldegarden.org/standort/ – Adresse Feldstraße 66, Zugang Level 4, Anreise U3 Feldstraße, U1 Messehallen, Buslinien 3, X3 und 17
- www.merian.de/deutschland/hamburg/gruener-bunker-feldstrasse – Stand 03/2026: rund 4.000 Besucher täglich, Betreiberin RIMC, Fahrstuhl-Zwischenlösung über Ebene 0 mit Security-Begleitung, Hausregeln (keine Speisen, keine Glasflaschen, keine Hunde, Rauchverbot), 2.000 Personen gleichzeitig, Öffnungszeit 9–21 Uhr im Sommer, Hotel mit 134 Zimmern, Gastronomie
- hamburg.t-online.de/region/hamburg/id_100439224/hamburg-ist-der… – 335 Stufen, Bergpfad 560 m und sechs Meter breit, maximal 900 Personen auf dem Dachgarten, Drehkreuz, Aufzug nicht für die Öffentlichkeit, Regenwassernutzung, Blick ins Millerntor-Stadion
- bi-medien.de/fachzeitschriften/baumagazin/hochbau/hochbunker-st… – Fachpresse: 335 Stufen und Rampen, Bergpfad 560 m aus Spannbeton-Fertigteilen, Dachgarten rund 1.400 m², Eintritt frei, bis zu 900 Personen, ursprünglich 38 m, Kosten etwa 60 Mio. €
- www.kulturlotse.de/event/bergpfad-am-grnen-bunker-5814006981985951439 – Öffnungszeiten 9–21 Uhr (Mai–September) und 9–17 Uhr (Oktober–April), an Feiertagen abweichend; Taschenkontrollen, Metallflaschen nicht erlaubt; HVV-Haltestellen und Behindertenparkplätze in der Umgebung
- hamburgtourist.info/sehenswuerdigkeit/gruener-bunker-feldstrass… – Über 16.000 Stauden, Hunde und Kinderwagen nicht erlaubt, Zeit vor Ort 60–90 Minuten, erste Tagesschau 1952 aus dem Bunker, Infotafeln
- barrierefrei-magazin.de/artikel/bunker-st-pauli-hh/ – Belegstelle für den Irrtum „barrierefrei mit neuem Außenaufzug“; außerdem 4.700 Gehölze und 16.000 Stauden, Bewässerungssystem, Kostenangabe rund 100 Mio. €
- www.kaeptn-hamburg.de/sehenswuerdigkeiten-gruener-bunker-hambur… – Belegstelle für den Irrtum „verfügt über Aufzüge und barrierefreie Zugänge“; Angaben 900 Personen Dachterrasse / 5.000 im Bunker, Gastronomie- und Hotelübersicht
- vonortzuort.reisen/deutschland/hamburg/bunker-feldstrasse/ – Belegstelle für die falschen Maße „70 × 70 Meter, etwa 40 Meter hoch“; Bericht über Taschenkontrolle und Flaschenregel
- www.hamburg.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/sehenswuerdigkeit-… – Alter Elbtunnel: 426 m, rund um die Uhr kostenlos, Silvestersperrung 21–4 Uhr, gläserne Personenaufzüge 24/7, Lastenaufzugszeiten, Gehzeit 10–15 Minuten, Denkmalschutz seit 2003
- de.wikipedia.org/wiki/St.-Pauli-Elbtunnel – 426,5 m Länge, Eröffnung 1911, Druckluftverfahren, Keramikschild „−15,8 m Hmbg. Null = 21 Meter unter Mittl. Hochwasser“, Kostenfreiheit für Fußgänger seit 1911, Kfz-Sperrung seit 3. Juni 2019, Wiedereröffnung der Weströhre am 4. Mai 2026, Rolltreppen 1959–1993
- hamburg.t-online.de/region/hamburg/id_101240654/hamburg-alter-e… – Wiedereröffnung der Weströhre am 4. Mai 2026 nach rund 15 Jahren Bauzeit, Kosten rund 130 Mio. €, Aufteilung Oströhre (Radroute 4) und Weströhre (Fußverkehr/Tourismus), Autos seit 2019 gesperrt, Lastenaufzugszeiten
- www.landungsbruecken-hamburg.de/alter-elbtunnel/ – Belegstelle für den Irrtum „eine Röhre für Fußgänger, eine für Radfahrer“; außerdem 426,5 m, Angabe „etwa 24 Meter tief“, Baukosten 10,7 Mio. Goldmark
- www.landungsbruecken-hamburg.de/alter-elbtunnel-oeffnungszeiten/ – Betriebszeiten der Lasten- und Personenaufzüge, Silvestersperrung, dauerhafte Autosperre seit 2019
- www.hamburgerunterwelten.de/tiefbunker-hauptbahnhof.html – Tiefbunker Steintorwall: Bau 1941–1943, bis zu 3,75 m Betonwände, 2.460 Schutzplätze im Krieg, Umbau ab 1964, Ende 1969 mit 2.702 Schutzplätzen abgenommen, über 150 Räume, Preise 12 €/10 €, Dauer ca. 100 Minuten, Rauchverbot, nicht barrierefrei
- hamburgerunterwelten.regiondo.de/einzelfuhrung-tiefbunker-am-ha… – Treffpunkt Bahnhofsvorplatz Steintorwall/Spitalerstraße an der Bodenklappe, ganzjährig etwa 12 °C, Deckenhöhe ca. 2,60 m, Mindestalter 12 Jahre, keine Toiletten, Status „Ausverkauft“ am 20.09.2026, abweichende Bauzeitangabe 1941–1944 und Umbaubeginn 1965
- www.hamburgerunterwelten.de/schellfischtunnel-fuehrung.html – Schellfischtunnel: 1876 eröffnet, 1895 verlängert, ab 1907 elektrisch, Luftschutznutzung im Krieg, Betriebsende 1993, Preise 10 €/8 €, Dauer 90–120 Minuten, Taschenlampenpflicht, FFP2-Empfehlung, Haftungsfreistellung, Mindestalter 12, 2 km über Gleise und Schotter
- hamburgerunterwelten.regiondo.de/einzelfuhrung-schellfischtunnel – 960 Meter Länge, seit 1993 stillgelegt, Treffpunkt Präsident-Krahn-Straße neben der Autoverladung, Termine buchbar am 20.09.2026
- www.hamburgerunterwelten.de/fuehrungen/mehrzweckanlage-harburg-… – Mehrzweckanlage Harburg-Rathaus: Vorbild Rotterdam, rund 44.000 Fahrgäste täglich, Preise 12 €/10 €, Dauer ca. 120 Minuten, Deckenhöhe ca. 2,60 m, Treffpunkt Lüneburger Straße 48, kaum Parkplätze
- www.hamburgerunterwelten.de/faq.html – Ermäßigungsberechtigte, keine Barrierefreiheit der Bauwerke, keine Toiletten, Mindestalter 12 bzw. 7 Jahre, ganzjährig etwa 12 °C, Foto- und Filmregeln, ÖPNV-Empfehlung
- hamburgerunterwelten.regiondo.de/ – Angebotsübersicht mit Preisen ab 10 bzw. 12 € und Verfügbarkeitsstand am 20.09.2026 (Tiefbunker und Großrohrpost ausverkauft)
- hh-hamm.de/home/bunkermuseum/ – Bunkermuseum Hamm: Vier-Röhren-Bunker 1940/41, Röhren 2 × 17 m mit je 50 Plätzen, 1 m Wandstärke, etwa 5 m tief, Museumseröffnung 1.10.1997, Öffnungszeiten donnerstags 10–12 und 15–18 Uhr, letzter Einlass 17:15, Eintritt 3 €/1,50 €, keine Anmeldung nötig, Anreise U2/Bus 116, nicht barrierefrei, kein WC
- vergangenundvergessen.de/touren/bunkertour-zombeck-turm-in-hass… – Zombeck-Turm Hasselbrook: Treffpunkt Hasselbrookstraße 174, Dauer 1,5 Stunden, 12,50 € für Erwachsene, Termine 10.10., 7.11. und 28.11.2026 um 14 und 16:30 Uhr, Gruppentouren auf Anfrage
- vergangenundvergessen.de/touren/unterm-hafen/ – Rundgang „unterm Hafen“: 2,5 Stunden, 22,50 €, Treffpunkt U-Bahn Baumwall, Ende Landungsbrücken, Querung des Alten Elbtunnels, Termine 2026
- vergangenundvergessen.de/touren/ – Übersicht der Bunkertouren, Hochbunker Behringstraße 38 (12,50 €) und Kinderführungen im Hochbunker
- vergangenundvergessen.de/touren/bunkertour-unter-der-reeperbahn/ – Bunkertour „unter der Reeperbahn“: 2 Stunden, 20 € für Erwachsene, 15 € für Kinder, Treffpunkt Pegelturm Landungsbrücken, Termine 2026
- www.vjuimenergiebunker.de/energiebunker/ – Energiebunker Wilhelmsburg: Öffnungszeiten Fr 12–17, Sa und So 11–18 Uhr, kostenlose Führungen der Hamburger Energiewerke Sa/So um 13, 14 und 15 Uhr, Rundgang der Geschichtswerkstatt 8 € mit Anmeldung, barrierefrei zugänglich, Hunde willkommen
- www.hamburg.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/energiebunker-wilh… – Energiebunker: Aussichtsplattform in rund 30 m Höhe, Sprengung des Inneren nach dem Krieg, 3–4 m dicke Wände, IBA-Umbau 2011–2015, Strom für rund 1.500 Haushalte und Wärme für 1.700 Wohnungen, rund 2.000 m² Solarhülle, Einordnung von Uebel & Gefährlich als Club im St.-Pauli-Bunker
- www.uebelundgefaehrlich.com/ – Veranstaltungskalender des Clubs im Bunker: Öffnung ausschließlich zu Konzerten und Klubabenden in Saal und Turmzimmer, Einlasszeiten ab 19 Uhr