Prags Untergrund ist kein zusammenhängendes Labyrinth, sondern eine Reihe getrennter Systeme mit eigenen Betreibern, Preisen und Ticketsystemen. Unter der Altstadt liegen romanische Erdgeschosse, die im 13. Jahrhundert schlicht zugeschüttet wurden; auf dem Vyšehrad läuft man durch barocke Festungsgänge zu einem unterirdischen Saal mit Originalstatuen der Karlsbrücke; dazu kommen zwei Kalter-Krieg-Bunker, die Krypta des Heydrich-Attentats und eine begehbare Kläranlage von 1906. Diese Übersicht stellt den Untergrund des Altstädter Rathauses in den Mittelpunkt und ordnet die übrigen Orte mit geprüften Preisen für 2026 ein.
- TicketsFür das Altstädter Rathaus gibt es Tickets an der Kasse im Erdgeschoss und online über ColosseumTicket; die Führungen durch Untergrund und historische Säle laufen zu festen Uhrzeiten, in die man sich vor Ort einträgt.
- Preis350 Kč (ca. 14 €) – Altstädter Rathaus, Grundticket Erwachsene (Turm, Ritterhalle)
- GeöffnetAltstädter Rathaus: täglich, Januar bis März 10–19 Uhr, April bis Dezember 9–20 Uhr; in den Untergrund kommt man nur zu den ausgeschriebenen Führungszeiten.
- Beste ZeitDer Untergrund lohnt sich genau dann, wenn Prag oben unangenehm ist: im Juli und August, wenn die Altstadt heiß und voll ist, und an Regentagen.
- PlatzangstDer Rathaus-Untergrund besteht aus niedrigen, engen Gängen und kleinen Kammern – das ist der kritischste Ort.
Die unterirdischen Orte im Vergleich
Untergrund des Altstädter Rathauses
Der größte zusammenhängende Komplex mittelalterlicher Säle, Gänge und Tunnel in Prag – und der einzige Ort, an dem der Aufschüttungs-Trick der Altstadt direkt zu sehen ist. Die Räume sind älter als das Rathaus darüber: Der zweiteilige romanische Saal mit originalem Quadermauerwerk stammt aus dem 12. Jahrhundert, dazu kommen eine steinerne Zisterne für Regenwasser, gotische Portale, zwei erhaltene mittelalterliche Gefängnisse und eine Gedenkstätte für das Kriegsende 1945.
Liegt 2 bis 8 Meter unter dem heutigen Straßenniveau. Brunnen mit rund 8 m Tiefe, die in Stein gehauene Prager Elle von 59,7 cm. 2025 kamen 67.000 der 444.000 Rathausbesucher mit in den Untergrund.
Grundticket 350 Kč (ca. 14 €) plus 100 Kč (ca. 4 €) für Rundgang B nur Untergrund oder 150 Kč (ca. 6 €) für Rundgang A mit Kapelle und Sälen (09/2026)
Vyšehrader Kasematten mit dem Gorlice-Saal
Vom Ziegeltor geht es in einen Gang der Barockfestung, die ab 1654 auf Beschluss Kaiser Ferdinands III. gebaut wurde, und von dort in den Gorlice-Saal: rund 290 m² unter einem 12 m hohen Tonnengewölbe, entstanden zwischen 1656 und 1678 als Sammelplatz für Truppen und Magazin. Weil es hier gleichmäßig kühl und trocken ist, stehen sechs Originalskulpturengruppen von der Karlsbrücke im Saal – draußen auf der Brücke sind es Kopien.
Das Kasemattensystem misst insgesamt 1.017 m in vier Abschnitten, die Gänge sind rund 1,6 m breit und 2,6 m hoch. Die Route ist nach Angaben des Betreibers barrierefrei. Im Preis enthalten ist die Ausstellung in der alten Pulverkammer.
330 Kč an der Kasse (ca. 13,50 €), 295 Kč online (ca. 12 €); Kinder 6–15 J. 165/150 Kč, ermäßigt 250/225 Kč (09/2026)
Podoler Kasematten (Vyšehrad)
Die zweite Vyšehrad-Route führt durch frühneuzeitliche Kasematten, die im Zweiten Weltkrieg zu Luftschutzräumen umgebaut wurden. Zu sehen sind die Einbauten aus der Kriegszeit, historische Sanitäranlagen und Wandinschriften der sogenannten Vyšehrader Reiter aus den 1950er Jahren.
600 m Strecke, davon 430 m unterirdisch. Nicht barrierefrei.
270 Kč (ca. 11 €), online 245 Kč (ca. 10 €); Kinder 6–15 J. 135/120 Kč, ermäßigt 205/185 Kč (09/2026)
Krypta der Kirche St. Cyrill und Method (Nationaldenkmal der Helden der Heydrichiade)
In der Krypta der orthodoxen Kirche in der Resslova versteckten sich nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich sieben tschechoslowakische Fallschirmjäger 21 Nächte lang; am 18. Juni 1942 kämpften sie hier ihren letzten Kampf. Heute steht in der Krypta für jeden der sieben eine Büste mit Lebenslauf, im Vorraum erzählt eine Ausstellung die Geschichte vom Münchner Abkommen bis zur Vergeltung.
Betrieben vom Militärhistorischen Institut, nicht von der Kirche. Führungen für Gruppen Di–Fr 9–16 Uhr auf Anfrage, ebenfalls kostenlos, mit Filmvorführung. Materialien auf Tschechisch und Englisch. Außen an der Kirche sind die Einschusslöcher am Lüftungsfenster zu sehen.
kostenlos (09/2026)
Bunker unter dem Hotel Jalta (Museum des Kalten Krieges)
Unter dem Hotel Jalta am Wenzelsplatz liegt ein Schutzraum, der zusammen mit dem Hotel entstand und für den militärischen Generalstab gedacht war. Bis 1989 saßen dort täglich Mitarbeiter der Staatssicherheit und hörten westliche Hotelgäste ab. Seit 2013 ist der zweite Kellergeschoss als Museum des Kalten Krieges zugänglich, mit Grenzertruppen-Raum, Fernschreiber, Abhörtechnik und einem kleinen Operationssaal.
Rund 10 m unter dem Wenzelsplatz, Betonwände von 2 m Stärke, ausgelegt auf 150 Menschen für bis zu zwei Monate; eigene Lüftung und eigener Generator. 1997 aus dem Netz der Zivilschutz-Schutzräume gestrichen. Führung standardmäßig auf Tschechisch, Fremdsprachen gegen Aufpreis und nur auf Vorbestellung.
Erwachsene 250 Kč (ca. 10 €), 6–15 J. 120 Kč, Studierende und Senioren 190 Kč (09/2026)
Bunker Bezovka unter der Parukářka (Žižkov)
Unter dem Hügel Svatého Kříže im Park Parukářka liegt einer der größten Zivilschutz-Schutzräume Prags, gebaut zwischen 1950 und 1955. Nach 1989 war der Bunker zeitweise Musikclub und Kletterhalle, heute zeigt ein Verein dort eine Ausstellung zum Kalten Krieg mit Gasmasken, Schutzanzügen, sowjetischem Gerät und Messtechnik.
Heute auf 2.500 Menschen ausgelegt (bei dichterer Belegung bis 5.000), Wände 2 bis 3 m stark, Drucktüren von rund 4 Tonnen, zwei Wasserbecken, Filteranlage und Notstromaggregate. Der Bunker ist weiterhin einsatzbereit und dient als Lager für Feuerwehr- und Zivilschutzmaterial.
220 Kč (ca. 9 €) plus 100 Kč (ca. 4 €) Schutzraum-Eintritt bar vor Ort; Kinder unter 12 J. frei (09/2026)
Kryt Folimanka (Vinohrady, Praha 2)
Der größte unterirdische Bau im Stadtbezirk Praha 2, angelegt in den 1950er und 1960er Jahren, wird bis heute beheizt, beleuchtet und instand gehalten. Normalerweise öffnet er einmal im Monat an einem Samstag kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Führung, mit einer Dauerausstellung zur Bombardierung Prags im Februar 1945.
1.332 m² Fläche, Platz für 1.300 Menschen, nach Angaben des Bezirks fast vollständig barrierefrei, rund 10.000 Besucher im Jahr. Haupteingang Pod Karlovem, gegenüber Haus Nr. 2. Für den 9. bis 11. Oktober 2026 ist das Festival ArtKryt angekündigt.
kostenlos (09/2026)
Alte Kläranlage Bubeneč (Stará čistírna odpadních vod)
Die 1906 in Betrieb genommene Kläranlage nach den Plänen des Ingenieurs William Heerlein Lindley ist bis heute mit Dampfmaschinen, Kesselhaus und unterirdischen Absetzkammern erhalten. Die Führung geht durch einen originalen Kanal und fährt auf einem Floß über ein unterirdisches Absetzbecken; dazu kommen Originalpläne, historische Fotos und ein Dokumentarfilm von 1943.
Steht auf der tschechischen Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe und gilt als eines der bedeutendsten Industriedenkmale Europas. Nicht barrierefrei, Hunde nicht erlaubt.
Erwachsene 280 Kč (ca. 11,50 €), ermäßigt 170 Kč, Familie 730 Kč; Führung auf Deutsch oder Englisch für Gruppen ab 10 Personen 300 Kč (09/2026)
Tickets und Preise
Für das Altstädter Rathaus gibt es Tickets an der Kasse im Erdgeschoss und online über ColosseumTicket; die Führungen durch Untergrund und historische Säle laufen zu festen Uhrzeiten, in die man sich vor Ort einträgt. Die Vyšehrader Kasematten werden über portal.colosseum.eu terminweise verkauft, online rund 10 Prozent günstiger als an der Kasse. Für den Bunker unter dem Hotel Jalta ist eine Anmeldung spätestens fünf Stunden vor dem Termin Pflicht, für den Bunker Bezovka eine E-Mail an bunkr-bezovka@email.cz.
Offizielle Preise
- Altstädter Rathaus, Grundticket Erwachsene (Turm, Ritterhalle)350 Kč (ca. 14 €)
- Altstädter Rathaus, ermäßigt (6–15 J., ab 65 J., ZTP)230 Kč (ca. 9,50 €)
- Altstädter Rathaus, Jugendliche 16–26 Jahre280 Kč (ca. 11,50 €)
- Altstädter Rathaus, Familie (2 Erwachsene + bis 4 Kinder)750 Kč (ca. 31 €)
- Altstädter Rathaus, Aufpreis Rundgang A (gotische Kapelle, Repräsentationssäle und Untergrund)150 Kč (ca. 6 €)
- Altstädter Rathaus, Aufpreis Rundgang B (nur romanisch-gotischer Untergrund)100 Kč (ca. 4 €)
- Altstädter Rathaus, Aufzug im Turm100 Kč (ca. 4 €), ab 65 J. 50 Kč
- Vyšehrad, Kasematten zum Gorlice-Saal, Erwachsene 16–64 J.330 Kč an der Kasse (ca. 13,50 €), 295 Kč online (ca. 12 €)
- Vyšehrad, Kasematten zum Gorlice-Saal, Kinder 6–15 J.165 Kč (ca. 7 €), online 150 Kč (ca. 6 €)
- Vyšehrad, Kasematten zum Gorlice-Saal, Studierende 16–26 J. und ab 65 J.250 Kč (ca. 10 €), online 225 Kč (ca. 9 €)
- Vyšehrad, Podoler Kasematten, Erwachsene270 Kč (ca. 11 €), online 245 Kč (ca. 10 €)
- Bunker unter dem Hotel Jalta (Museum des Kalten Krieges), Erwachsene250 Kč (ca. 10 €); 6–15 J. 120 Kč, Studierende und Senioren 190 Kč
- Bunker Bezovka unter der Parukářka, Erwachsene220 Kč (ca. 9 €) plus 100 Kč Eintritt in den Schutzraum bar vor Ort
- Alte Kläranlage Bubeneč, Erwachsene280 Kč (ca. 11,50 €), ermäßigt 170 Kč, Familie 730 Kč
- Alte Kläranlage Bubeneč, Führung auf Englisch oder Deutsch (Gruppen ab 10 Personen)300 Kč (ca. 12,50 €), ermäßigt 205 Kč
- Krypta der Kirche St. Cyrill und Method, Nationaldenkmalkostenlos
- Kryt Folimankakostenlos (2026 nur bis Juli geöffnet)
Stand 09/2026 · Quelle und Direktbuchung: prague.eu/de/objevujte/staromestska-radnice-s-orlojem
Wenn alles ausgebucht ist
Die Führungen sind klein: Vyšehrad nimmt höchstens 30 Personen pro Termin, die Podoler Kasematten 20, die alte Kläranlage 30, der Jalta-Bunker nur 7 Erwachsene und 4 Kinder. An Wochenenden und in den Sommermonaten sind die begehrten Uhrzeiten deshalb oft vorher weg.
Untergrund-Touren und Tickets für Prag
Direkt beim Betreiber ist es fast immer billiger – im Altstädter Rathaus 100 Kč Aufpreis für den Untergrund, auf dem Vyšehrad 295 Kč online. Ein Wiederverkäufer lohnt, wenn man eine deutschsprachige Führung braucht, mehrere Orte in einem Termin bündeln will oder den kommerziellen Kellerrundgang in der Altstadt sucht, den kein städtischer Betreiber im Programm hat.
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Buchung über GetYourGuide (Partnerlink, Werbung). Meist kostenlos stornierbar bis 24 Stunden vorher. Preise Stand 20.09.2026.
Öffnungszeiten und beste Zeit
Altstädter Rathaus: täglich, Januar bis März 10–19 Uhr, April bis Dezember 9–20 Uhr; in den Untergrund kommt man nur zu den ausgeschriebenen Führungszeiten. Vyšehrader Kasematten: feste Führungstermine über den Ticketkalender, mehrere am Tag. Krypta St. Cyrill und Method (Resslova): ganzjährig Dienstag bis Sonntag 9–17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr, montags zu. Bunker unter dem Hotel Jalta: nur nach Voranmeldung, keine festen Öffnungszeiten. Bunker Bezovka unter der Parukářka: keine regulären Öffnungszeiten, nur einzelne ausgeschriebene Termine und Gruppen nach Vereinbarung. Kryt Folimanka: sonst einmal im Monat samstags 9–15 Uhr, von August bis Ende 2026 wegen Bauarbeiten geschlossen. Alte Kläranlage Bubeneč: Führungen am Wochenende, Beginn 10:00, 11:30, 13:30 und 15:00 Uhr.
Wann es am ruhigsten ist
Der Untergrund lohnt sich genau dann, wenn Prag oben unangenehm ist: im Juli und August, wenn die Altstadt heiß und voll ist, und an Regentagen. Für den Rathaus-Untergrund ist die erste Stunde nach Öffnung die beste Zeit – dann ist das Grundticket halb so teuer und der Andrang am Orloj noch klein. Die alte Kläranlage und der Folimanka-Bunker sind reine Wochenend- bzw. Monatstermine, die man vorher in den Reiseplan legen muss. Der Bunker Bezovka hat nur wenige ausgeschriebene Termine im Jahr; wer ihn sehen will, richtet die Reise danach aus oder fragt per E-Mail nach.
Für wen geeignet?
Mit Kindern
Der Rathaus-Untergrund mit Brunnen, Gefängnis und niedrigen Portalen kommt bei Schulkindern gut an; die alte Kläranlage hat einen eigenen Wochenendtermin um 15 Uhr für Kinder von 3 bis 7 Jahren und ihre Eltern oder Großeltern. Die Krypta in der Resslova ist ein Ort, an dem sieben Männer gestorben sind – mit kleinen Kindern passt das nicht.
Mindestalter
Kein allgemeines Mindestalter. Bei den einzelnen Betreibern sind Kinder unter 6 Jahren frei; für den Bunker Bezovka werden Kinder ab 12 Jahren zum ermäßigten Tarif genannt, jüngere kommen kostenlos mit.
Rollstuhl
Sehr unterschiedlich. Die Vyšehrader Route zum Gorlice-Saal ist nach Angaben des Betreibers barrierefrei befahrbar, der Kryt Folimanka fast vollständig. Nicht barrierefrei sind die Podoler Kasematten, die alte Kläranlage und die historischen Innenräume des Altstädter Rathauses; dort führt zwar ein Aufzug auf die Turmgalerie, in den Untergrund geht es aber über Treppen.
Kinderwagen
In den Kasematten zum Gorlice-Saal und im Folimanka-Bunker praktikabel, weil beide ebenerdig angelegt sind. Im Rathaus-Untergrund und in der Kläranlage besser eine Trage mitnehmen.
Hunde
In der alten Kläranlage verboten. Im Kryt Folimanka sind ruhige Hunde nach Angaben des Betreibers erlaubt. Für die übrigen Orte gilt die übliche Museumsregel: Assistenzhunde ja, sonst nein.
Platzangst
Der Rathaus-Untergrund besteht aus niedrigen, engen Gängen und kleinen Kammern – das ist der kritischste Ort. Die Vyšehrader Kasematten sind rund 1,6 m breit und 2,6 m hoch, also schmal, aber gerade und gut beleuchtet, und münden in den 12 m hohen Gorlice-Saal. Die Bunker sind weitläufig, wirken aber durch Druckschleusen und tonnenschwere Türen beklemmend.
Kleidung
Alle Anlagen sind ganzjährig deutlich kühler als die Stadt darüber; im Prager Hochsommer ist der Temperaturunterschied am größten. Jacke oder Pullover mitnehmen, dazu feste Schuhe – in den Kasematten und in der Kläranlage ist der Boden stellenweise feucht und uneben.
Fotografieren
Bei keinem der hier beschriebenen Betreiber ist in den Preis- und Besucherinformationen ein Fotoverbot vermerkt. In der Krypta in der Resslova gilt die Zurückhaltung, die ein Grab verlangt – dort wird nicht geblitzt und nicht posiert.
Anreise
Mit Bus und Bahn
Altstädter Rathaus: Metro A bis Staroměstská, dann 5 Minuten zu Fuß, oder Tram 2, 17, 18 bis Staroměstská. Vyšehrad: Metro C bis Vyšehrad, dann etwa 10 Minuten zu Fuß zum Ziegeltor, oder Tram 2, 3, 7, 17, 21 bis Výtoň und hinauf. Krypta St. Cyrill und Method: Metro B bis Karlovo náměstí oder Tram 2, 3, 5, 6, 14, 17, 18, 22, 23, 24. Hotel Jalta: Metro A/C Muzeum oder A/B Můstek, der Eingang liegt direkt am Wenzelsplatz. Bunker Bezovka: Metro A bis Flora oder Tram bis Olšanské náměstí, von dort drei Minuten in den Park Parukářka. Folimanka: Metro C bis I. P. Pavlova. Alte Kläranlage: Tram 8, 12, 25, 26 bis Goetheho oder Metro A bis Hradčanská und Bus.
Mit dem Auto
In der Altstadt steht man in den Zonen ZPS, praktisch ohne Aussicht auf einen Platz; sinnvoller sind die Park-and-Ride-Anlagen an den Metro-Endstationen (z. B. Nádraží Holešovice, Zličín, Opatov) und die Weiterfahrt mit der Metro. Auf dem Vyšehrad gibt es begrenzt Stellplätze am Tábor-Tor, an der alten Kläranlage in der Papírenská einen kleinen Parkplatz.
Ab der nächsten Stadt
Alle Ziele liegen innerhalb Prags und sind mit einer 24-Stunden-Karte des Prager Verkehrsverbunds erreichbar. Vom Altstädter Rathaus zum Vyšehrad sind es mit Metro und Tram rund 20 Minuten, zur Parukářka rund 20 Minuten, nach Bubeneč rund 25 Minuten.
Tipps für den Besuch
- Im Altstädter Rathaus ist der Untergrund nicht im Grundticket enthalten. Wer nur hinunter will, nimmt Rundgang B für 100 Kč Aufpreis; Rundgang A für 150 Kč nimmt die gotische Kapelle und die Repräsentationssäle dazu.
- In der ersten Stunde nach Öffnung gibt Prague City Tourism 50 Prozent Rabatt auf das Grundticket des Altstädter Rathauses – also ab 9 Uhr von April bis Dezember, ab 10 Uhr von Januar bis März.
- Die Vyšehrad-Tickets sind online rund 10 Prozent günstiger als an der Kasse: 295 statt 330 Kč für Erwachsene. Der Kauf lohnt auch deshalb, weil pro Termin nur 30 Leute mitdürfen.
- Wer eine deutschsprachige Führung will, plant die alte Kläranlage in Bubeneč ein – dort ist Deutsch für Gruppen ab 10 Personen ausdrücklich im Angebot. Für die anderen Orte gilt: Tschechisch oder Englisch, auf dem Vyšehrad zusätzlich ein digitaler Guide auf Deutsch.
- Den Bunker unter dem Hotel Jalta bekommt man nur mit Reservierung, spätestens fünf Stunden vorher, und in Gruppen von höchstens sieben Erwachsenen. Spontan steht man vor einer verschlossenen Tür.
- Der Kryt Folimanka ist von August bis Ende 2026 wegen Bauarbeiten zu. Vor der Reise auf krytfolimanka.cz nachsehen, statt sich auf ältere Blogbeiträge zu verlassen.
- Die Krypta in der Resslova kostet nichts und ist montags geschlossen. Sie liegt zehn Gehminuten vom Karlsplatz entfernt und lässt sich gut mit dem Tanzenden Haus verbinden.
- Der Untergrund ist der beste Plan für heiße Sommertage und Regen: Unter der Erde ist es ganzjährig kühl, eine Jacke gehört in den Tagesrucksack.
Was oft falsch im Netz steht
Es gibt kein durchgehendes System. Der Untergrund des Altstädter Rathauses gehört Prague City Tourism, die 1.017 m Kasematten auf dem Vyšehrad der Nationalen Kulturdenkmal-Verwaltung, die Bunker Bezovka und Folimanka dem Zivilschutz bzw. dem Stadtbezirk Praha 2, die alte Kläranlage einer eigenen Gesellschaft. Jeder Ort hat eigene Tickets, eigene Zeiten und keinen Anschluss an den nächsten.
Sie wurden nicht gegraben. Kudyznudy.cz beschreibt es korrekt: Die romanischen Häuser standen ebenerdig, im 13. Jahrhundert wurde das Gelände um 2 bis 4 Meter aufgeschüttet, und die Erdgeschosse lagen danach 2 bis 8 Meter unter der Straße. Was man besichtigt, sind Wohnräume von einst, keine Fluchtstollen.
So steht es (Stand 09/2026) auf kudyznudy.cz, dazu mit Öffnungszeiten 10–18 Uhr und 30 Minuten Dauer. Der Betreiber praha-vysehrad.cz verlangt 2026 für Erwachsene 330 Kč an der Kasse bzw. 295 Kč online, die Führung dauert 45 bis 60 Minuten und findet nur zu gebuchten Terminen statt.
Diese Angabe stammt aus einem Artikel von 2014 (kultura21.cz) und wird bis heute weitergereicht. Der Betreiber nennt 2026 250 Kč für Erwachsene, 190 Kč ermäßigt und 120 Kč für Kinder – und verlangt eine Anmeldung spätestens fünf Stunden vorher.
Das stimmte bis Juli 2026. Der Betreiber weist auf krytfolimanka.cz darauf hin, dass der Schutzraum von August bis Ende 2026 wegen Bauarbeiten geschlossen ist; die letzten Öffnungstage waren 10.1., 14.2., 14.3., 18.4., 16.5., 13.6. und 18.7.2026.
Kann man nicht. Begehbar ist ausschließlich die stillgelegte Kläranlage von 1906 in Bubeneč, und zwar nur mit Führung am Wochenende zu vier festen Uhrzeiten, in Gruppen bis 30 Personen und für 280 Kč. Das aktive Kanalnetz der Stadt ist kein Besucherziel.
Nein. Das Klementinum zeigt den Barocksaal der Bibliothek, den Spiegelsaal und den Astronomischen Turm – oberirdisch. Der romanisch-gotische Untergrund liegt gut 300 Meter weiter östlich unter dem Altstädter Rathaus am Altstädter Ring und wird von Prague City Tourism betrieben.
Beides falsch. Zum Grundticket von 350 Kč kommt ein Aufpreis von 100 Kč (Rundgang B) oder 150 Kč (Rundgang A), und der romanisch-gotische Untergrund ist laut Betreiber nur mit Guide zu den ausgeschriebenen Zeiten zugänglich.
Geschichte in Kürze
- Prags Altstadt liegt am Ufer der Moldau und wurde immer wieder überschwemmt. Ab dem 13. Jahrhundert wurde das Gelände deshalb systematisch aufgeschüttet – um zwei bis vier Meter, an einzelnen Stellen noch mehr.
- Die romanischen Häuser wurden dabei nicht abgerissen, sondern unten belassen: Ihre Erdgeschosse lagen danach unter der Straße und wurden zu den Kellern der neuen gotischen Häuser. Genau diese Räume sieht man heute unter dem Altstädter Rathaus.
- Archäologische Messungen am Altstädter Ring beziffern die Mächtigkeit der historischen Schichten auf 1,5 bis 3 Meter, stellenweise bis 5 Meter; die jüngere Phase der lockeren Aufschüttungen fällt ins 13. und 14. Jahrhundert.
- Der Turm des Altstädter Rathauses wurde 1364 fertig, die unterirdischen Räume darunter sind älter als das Rathaus selbst – die ältesten Teile stammen aus dem 12. Jahrhundert.
- 1654 beschloss Kaiser Ferdinand III. den Bau der Barockfestung auf dem Vyšehrad. In ihre Wälle wurden Kasematten gelegt; zwischen 1656 und 1678 entstand dabei der Saal Gorlice, der nur deshalb so groß wurde, weil sich die Baumeister verrechnet hatten.
- Das Hotel Jalta am Wenzelsplatz wurde 1958 nach Plänen von Antonín Tenzer gebaut. Unter dem sozialistisch-realistischen Prachtbau entstand zugleich ein Schutzraum für den militärischen Generalstab, der bis 1989 auch als Abhörzentrale diente.
- Zwischen 1950 und 1955 legte der Zivilschutz unter dem Žižkover Hügel Svatého Kříže den Schutzraum Bezovka an; in den 1950er und 1960er Jahren kam unter Vinohrady der Kryt Folimanka dazu.
- Prague City Tourism kündigte im März 2026 an, den Untergrund des Altstädter Rathauses umzubauen: Ab 2027 sollen dort in rund zwei Jahren drei neue Rundgänge mit Projektionen und Videomapping entstehen, unter anderem zum Golem und zum Prager Aufstand.
Häufige Fragen
Kann man den Prager Untergrund ohne Führung besichtigen?
Fast nirgends. Der Untergrund des Altstädter Rathauses, die Vyšehrader Kasematten, die alte Kläranlage, der Jalta-Bunker und der Bunker Bezovka sind ausschließlich mit Guide zugänglich. Frei begehbar sind nur die Krypta der Kirche St. Cyrill und Method in der Resslova und – an seinen Öffnungstagen – der Kryt Folimanka.
Was kostet der Untergrund des Altstädter Rathauses 2026?
Das Grundticket kostet 350 Kč (rund 14 €) für Erwachsene, 280 Kč für 16- bis 26-Jährige, 230 Kč ermäßigt und 750 Kč für die Familienkarte. Für den Untergrund kommt ein Aufpreis dazu: 100 Kč für Rundgang B (nur romanisch-gotischer Untergrund) oder 150 Kč für Rundgang A mit Kapelle und Repräsentationssälen. Umgerechnet mit dem Kurs der Tschechischen Nationalbank vom 18.09.2026 (1 € = 24,34 Kč).
Gibt es Führungen auf Deutsch?
Selten. Prague City Tourism führt im Altstädter Rathaus auf Tschechisch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch; Deutsch steht nicht in der Liste. Auf dem Vyšehrad wird auf Tschechisch und Englisch geführt, Deutsch gibt es nur über den digitalen Guide. Planbar deutschsprachig ist die alte Kläranlage in Bubeneč, dort für Gruppen ab 10 Personen zu 300 Kč pro Person. Im Jalta-Bunker sind Fremdsprachen gegen Aufpreis möglich, müssen aber bei der Anmeldung bestellt werden.
Wie tief liegt der Untergrund unter dem Altstädter Rathaus?
Zwischen 2 und 8 Metern unter dem heutigen Straßenniveau. Das ist kein Bergbau, sondern Stadtgeschichte: Im 13. Jahrhundert wurde die hochwassergeplagte Altstadt um zwei bis vier Meter aufgeschüttet, und die Erdgeschosse der romanischen Häuser wurden dabei zu Kellern. Archäologische Untersuchungen am Altstädter Ring messen 1,5 bis 3 Meter historische Schichten, stellenweise bis 5 Meter.
Welcher Prager Untergrund lohnt sich mit Kindern?
Die alte Kläranlage in Bubeneč hat am Wochenende einen eigenen 15-Uhr-Termin für Kinder von 3 bis 7 Jahren, und die Floßfahrt über das unterirdische Absetzbecken zieht auch Ältere. Der Rathaus-Untergrund mit Brunnen und zwei mittelalterlichen Gefängnissen funktioniert ab Grundschulalter. Der Kryt Folimanka ist kostenlos und fast ganz barrierefrei, 2026 aber ab August geschlossen. Die Krypta in der Resslova ist ein Ort der Trauer und für kleine Kinder nicht geeignet.
Muss ich Tickets vorher buchen?
Für den Bunker unter dem Hotel Jalta ja – Anmeldung spätestens fünf Stunden vorher, höchstens sieben Erwachsene pro Führung. Für den Bunker Bezovka ebenfalls, dort per E-Mail. Für Vyšehrad und die alte Kläranlage empfiehlt sich der Onlinekauf, weil pro Termin nur 30 bzw. 20 Personen mitkönnen; auf dem Vyšehrad ist online außerdem rund 10 Prozent billiger. Im Altstädter Rathaus reicht die Kasse im Erdgeschoss.
Wie warm ist es unten und was soll ich anziehen?
Keiner der Betreiber nennt eine Zahl, aber alle Anlagen sind ganzjährig spürbar kühler als die Stadt – im Prager Hochsommer ist der Unterschied am größten. Jacke oder Pullover einpacken und feste Schuhe anziehen: In den Kasematten und in der Kläranlage ist der Boden stellenweise feucht und uneben.
Darf man fotografieren?
In den Besucherinformationen der hier beschriebenen Betreiber steht kein Fotoverbot. Wer eine Führung mitmacht, sollte trotzdem den Guide fragen und ohne Blitz arbeiten. Die Krypta in der Resslova ist ein Grab – dort wird nicht geblitzt und nicht posiert.
Wie komme ich mit Metro und Tram hin?
Altstädter Rathaus: Metro A bis Staroměstská oder Tram 2, 17, 18. Vyšehrad: Metro C bis Vyšehrad, dann rund 10 Minuten zu Fuß zum Ziegeltor. Krypta: Metro B bis Karlovo náměstí. Hotel Jalta: Metro Muzeum oder Můstek. Bezovka: Metro A bis Flora oder Tram bis Olšanské náměstí, dann drei Minuten in den Park Parukářka. Folimanka: Metro C bis I. P. Pavlova. Alte Kläranlage: Tram bis Goetheho. Eine 24-Stunden-Karte des Prager Verkehrsverbunds deckt alles ab.
Ist etwas davon barrierefrei?
Ja, aber nur zwei Orte. Die Vyšehrader Route zum Gorlice-Saal ist nach Angaben des Betreibers barrierefrei, der Kryt Folimanka fast vollständig – der ist 2026 allerdings ab August geschlossen. Nicht barrierefrei sind die Podoler Kasematten, die alte Kläranlage und die historischen Innenräume des Altstädter Rathauses; dort fährt zwar ein Aufzug auf die Turmgalerie, in den Untergrund geht es über Treppen.
Kann man die Prager Kanalisation besichtigen?
Nur die stillgelegte. Die alte Kläranlage in Bubeneč von 1906 zeigt am Wochenende mit Führung Dampfmaschinen, Kesselhaus, einen begehbaren Kanal und eine Floßfahrt über ein unterirdisches Absetzbecken; 280 Kč für Erwachsene, rund 70 Minuten, höchstens 30 Personen. Das aktive Kanalnetz der Stadt ist nicht zugänglich.
Lohnt sich der Bunker unter dem Hotel Jalta?
Wenn man sich für den Kalten Krieg interessiert und vorher reserviert: ja. Der Schutzraum liegt rund 10 Meter unter dem Wenzelsplatz, hat 2 Meter dicke Betonwände und war für 150 Menschen und zwei Monate ausgelegt; bis 1989 wurden von dort westliche Hotelgäste abgehört. Die Führung dauert rund eine Stunde und kostet 250 Kč. Wer den größeren Bunker will, fragt Bezovka unter der Parukářka an – der war für 2.500 Menschen gedacht.
Quellen
30 Quellen anzeigen – alle Angaben dieser Seite sind belegt
- prague.eu/de/objevujte/staromestska-radnice-s-orlojem/ – Altstädter Rathaus (deutschsprachige Fassung): Preise 2026 (350/280/230/750 Kč), Aufpreis Rundgang A 150 Kč und Rundgang B 100 Kč, Inhalt der Rundgänge, Führungssprachen, Öffnungszeiten, Aufzug 100 Kč
- prague.eu/en/objevujte/old-town-hall-with-astronomical-clock-st… – Altstädter Rathaus englisch: 50 Prozent Rabatt in der ersten Stunde nach Öffnung, Skip-the-Line 450 Kč, Barrierefreiheit (Aufzug bis zur Galerie, historische Innenräume nicht barrierefrei), Öffnungszeiten
- www.kudyznudy.cz/aktivity/podzemi-staromestske-radnice – Untergrund Altstädter Rathaus: 2 bis 8 Meter unter dem Straßenniveau, Aufschüttung im 13. Jahrhundert, romanischer Saal aus dem 12. Jahrhundert, Zisterne, gotische Portale, zwei Gefängnisse, größter Komplex mittelalterlicher Säle und Gänge in Prag, Dauer rund 1 Stunde
- praguecitytourism.cz/prague-city-tourism-pripravuje-novou-expoz… – Pressemitteilung vom 03.03.2026: 444.000 Besucher im Altstädter Rathaus 2025, davon rund 67.000 im Untergrund; Umbau ab 2027 über rund zwei Jahre, neue Ausstellung „Strážci Prahy“, Golem-Statue von Jaroslav Róna
- deutsch.radio.cz/das-unterirdische-labyrinth-unter-dem-altstaed… – Rundgang im Rathaus-Untergrund: Brunnen von rund 8 Metern Tiefe, Prager Elle mit 59,7 cm, Hochwasser als Grund für die Anhebung des Geländes, mittelalterliches Verlies
- praha.aiscr.cz/p/294 – Archäologie Altstädter Ring: Mächtigkeit der historischen Schichten 1,5 bis 3 Meter, stellenweise bis 5 Meter; jüngere Aufschüttungsphase im 13. und 14. Jahrhundert; romanische Häuser heute auf Kellerniveau
- www.kudyznudy.cz/aktivity/do-staromestske-radnice-nejen-za-orlojem – Rundgang Altstädter Rathaus: Kapelle, Repräsentationssäle und romanisch-gotischer Untergrund, Turm knapp 70 Meter hoch mit barrierefreiem Aufzug, Dauerausstellung im Untergrund mit fast 100 historischen Fotografien auf 40 Tafeln, kommentierte Führungen nur nach Anmeldung
- praha-vysehrad.cz/cs/prohlidky/vysehradske-podzemi/kasematy-ke-… – Vyšehrad, Kasematten zum Gorlice-Saal: Preise 2026 (330/295, 165/150, 250/225 Kč), Dauer 45–60 Minuten, höchstens 30 Personen, Führung auf Tschechisch und Englisch, digitaler Guide auch auf Deutsch, 300 Meter unterirdisch, Treffpunkt V Pevnosti 46/1, Ausstellung in der Pulverkammer inklusive
- praha-vysehrad.cz/en/tours/vysehrad-underground/casemates-to-gorlice/ – Vyšehrad englisch: sechs Originalskulpturen von der Karlsbrücke, ältester Kasemattenabschnitt unter der Bernhardsbastion von 1654, Route barrierefrei, keine Garderobe
- praha-vysehrad.cz/cs/prohlidky/vysehradske-podzemi/podolske-kasematy/ – Podoler Kasematten: Preise 2026 (270/245, 135/120, 205/185 Kč), Dauer 60 Minuten, 600 Meter Strecke davon 430 Meter unterirdisch, höchstens 20 Personen, Luftschutzräume aus dem Zweiten Weltkrieg, Inschriften der Vyšehrader Reiter, nicht barrierefrei
- praha-vysehrad.cz/cs/prohlidky/vysehradske-podzemi/ – Übersicht der vier unterirdischen Vyšehrad-Routen (Gorlice, Martinské, Podolské, k redanu), kostenloser digitaler Audioguide, Kontakt
- praha.eu/w/vysehradske-podzemi – Vyšehrad: Kasemattensystem 1.017 Meter in vier Abschnitten, Gänge rund 1,6 × 2,6 Meter, Schießscharten und Lüftungsschächte, Gorlice 290 m² und 12 Meter hoch, entstanden 1656–1678, später Luftschutzraum und Gemüselager, heute sechs barocke Originalstatuen
- praha.eu/w/tajemne-podzemi-vysehradu – Vyšehrad: rund ein Kilometer erforschter Kasematten, vier Besucherrouten, Beschreibung der Martinské kasematy und der Kasematy k redanu
- cs.wikipedia.org/wiki/Gorlice_(Vy%C5%A1ehrad) – Gorlice: abweichende Maße 330 m² und 13 Meter Gewölbehöhe, Lage in der 33. Bastion, Bildhauer der Originalstatuen (Jäckel, Brokoff, Braun), Rekonstruktion in den 1990er Jahren
- www.kudyznudy.cz/aktivity/kasematy-na-vysehrade-se-salem-gorlic… – Beleg für den veralteten Preis „ab 120 Kč“, Öffnungszeiten 10–18 Uhr und Dauer 30 Minuten; Festungsbau ab 1654 unter Ferdinand III., Kasematten über 1 km
- www.vhu.cz/muzea/ostatni-expozice/krypta/ – Nationaldenkmal der Helden der Heydrichiade: Öffnungszeiten Di–So 9–17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr, Eintritt frei, Adresse Resslova 9a, sieben Fallschirmjäger, 21 Nächte, letzter Kampf am 18. Juni 1942, höchstens 30 Personen, kostenlose Gruppenführungen Di–Fr, Anfahrt
- muzeum-studene-valky.cz/cs/ – Museum des Kalten Krieges im Hotel Jalta: Preise 2026 (250/190/120 Kč, unter 6 Jahren frei), Reservierungspflicht spätestens 5 Stunden vorher, Dauer rund 60 Minuten, Kapazität 7 Erwachsene und 4 Kinder, Fremdsprachen gegen Aufpreis
- muzeum-studene-valky.cz/cs/informace-pro-navstevniky/ – Besucherinformationen Jalta-Bunker: Adresse Václavské náměstí 818/45, Inhalte der Ausstellung (Grenztruppen, Zivilschutz, Abhör- und Nachrichtentechnik), Kontakte, Gruppenregelung ab 10 Personen
- www.pametnimista.usd.cas.cz/praha-1-muzeum-studene-valky/ – Jalta-Bunker: Museum seit 2013, Schutzraum im zweiten Untergeschoss für den militärischen Generalstab, Hotel 1958 nach Plänen von Antonín Tenzer, GPS-Koordinaten
- www.novinky.cz/domaci/clanek/podzemi-pod-vaclavskym-namestim-sk… – Jalta-Bunker: Bauzeit 1954–1958, drei Untergeschosse unter der ganzen Hotelfläche, 2 Meter starke Betonwände mit Stahlauskleidung, ausgelegt auf 150 Personen und rund zwei Monate, Wassertank mit 53 m³, eigener Generator, Operationsraum, Abhörbetrieb bis 1989, 1997 aus dem Schutzraumnetz gestrichen
- www.kultura21.cz/historietradice/8502-muzeum-studene-valky-hote… – Beleg für die veralteten Angaben zum Jalta-Bunker: Artikel vom 17.01.2014 mit Eintritt 75 Kč und festen Nachmittagsterminen
- bunkrbezovka.eu/ – Bunker Bezovka: Bauzeit 1950–1955, Kapazität 2.500 bzw. bis 5.000 Personen, Termine 2026 nur nach Ausschreibung, Anmeldung per E-Mail bunkr-bezovka@email.cz, Gruppen ab 15 Personen, Treffpunkt am Eingang unterhalb des Sportplatzes im Park
- vltava.rozhlas.cz/bunkr-bezovka-protiatomovy-kryt-na-zizkove-je… – Bunker Bezovka: weiterhin einsatzbereit, Wände 2 bis 3 Meter stark, Drucktüren von rund 4 Tonnen, zwei Wasserbecken, Filteranlage und Generatoren, heutige Nutzung als Lager und Museum, Anfahrt über Olšanské náměstí
- parukarka.cz/bunkr-parukarka/ – Bunker unter der Parukářka: Lage unter dem Hügel Svatého Kříže, Bauzeit 1950–1955, frühere Nutzung als Musikclub und Kletterhalle, heutige Ausstellung zum Kalten Krieg
- krytfolimanka.cz/ – Kryt Folimanka: Schließung von August bis Ende 2026 wegen Bauarbeiten, Öffnungstermine 2026 (10.1., 14.2., 14.3., 18.4., 16.5., 13.6., 18.7., jeweils 9–15 Uhr), Eintritt frei ohne Reservierung, 1.332 m², 1.300 Personen, nahezu barrierefrei, Hunde erlaubt
- dvojka.praha2.cz/misto/1263-kryt-folimanka – Kryt Folimanka: größter unterirdischer Bau in Praha 2, Bauzeit 1950er/60er Jahre, Adresse Pod Karlovem, rund 10.000 Besucher im Jahr, Dauerausstellung zur Bombardierung Prags im Februar 1945, ArtKryt 9.–11.10.2026
- staracistirna.cz/prohlidky-stare-cistirny-v-bubenci/ – Alte Kläranlage Bubeneč: Preise 2026 (280/170/730 Kč, Gruppen 250/155 Kč, Schulen 140 Kč), Führungen auf Englisch und Deutsch für Gruppen ab 10 Personen 300/205 Kč, Dauer rund 70 Minuten, Gang durch den Kanal und Floßfahrt, nicht barrierefrei, keine Hunde, Adresse Papírenská 199/6
- staracistirna.cz/ – Alte Kläranlage: Inbetriebnahme 1906, Ingenieur Lindley, Führungen am Wochenende zu festen Zeiten, Kapazität 30 Personen, Dampfmaschinenhalle und Kesselhaus, Dokumentarfilm von 1943, Aufnahme auf der UNESCO-Vorschlagsliste
- www.muzeumkarlovamostu.cz/cz/vstupne – Museum der Karlsbrücke: Eintritt 220 Kč, ermäßigt 110 Kč, mit Bootsfahrt 550 Kč; Öffnungszeiten Mai–September 10–19 Uhr, Oktober–April 10–18 Uhr
- api.cnb.cz/cnbapi/exrates/daily?lang=EN – Devisenkurs der Tschechischen Nationalbank: 1 Euro = 24,34 CZK, gültig für den 18.09.2026 – Grundlage aller Euro-Umrechnungen auf dieser Seite